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Irankrieg: Iran lehnt Verhandlungen über Kriegsende mit den USA ab

- Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet. - Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region. - Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. - Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran. - Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. - Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran. Bastian Hartig Festnahmen wegen mutmaßlicher Attentatspläne in Kuwait Wegen mutmaßlicher Attentatspläne gegen Führungskräfte Kuwaits sind in dem Golfstaat sechs Menschen festgenommen worden. Die Verdächtigen, allesamt kuwaitische Staatsbürger, stünden mutmaßlich in Verbindung mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, teilte das kuwaitische Innenministerium mit. Sie hätten zugegeben, sich einer Terrorgruppe angeschlossen und Spionage betrieben zu haben. Zudem seien 14 weitere Mitglieder der Gruppe identifiziert worden, die das Land verlassen hätten: fünf Kuwaiter, zwei Iraner und zwei Libanesen sowie weitere fünf Kuwaiter, denen die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Zudem seien 14 weitere Mitglieder der Gruppe identifiziert worden, die das Land verlassen hätten: fünf Kuwaiter, zwei Iraner und zwei Libanesen sowie weitere fünf Kuwaiter, denen die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Simon Sales Prado Iran schließt Verhandlungen mit den USA über Kriegsende aus Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat direkte Gespräche mit den USA über ein Ende des Irankriegs zurückgewiesen. "Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", sagte Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen. Der Iran wolle den Krieg zu "eigenen Bedingungen" beenden und werde sich weiter wehren. "Jetzt über Verhandlungen zu sprechen, ist ein Eingeständnis der Niederlage", sagte der Minister. Der Iran will nach eigenen Angaben nicht mit den USA verhandeln. Cyril Zingaro/Getty Images Simon Sales Prado Iran will offenbar den Libanon in eine mögliche Waffenruhe einbeziehen Die iranische Führung hat einem Bericht zufolge wohl die Einbeziehung des Libanon zu einer Bedingung für ein mögliches Abkommen mit den USA und Israel gemacht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Demnach soll der Iran ein Ende des Krieges offenbar an einen Stopp der israelischen Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft haben. Ein hochrangiger iranischer Vertreter teilte indes der Nachrichtenagentur Reuters mit, die iranische Regierung prüfe derzeit einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen lagen zunächst nicht vor. Ein hochrangiger iranischer Vertreter teilte indes der Nachrichtenagentur Reuters mit, die iranische Regierung prüfe derzeit einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen lagen zunächst nicht vor. Eric Voigt Russland versucht laut Wolodymyr Selenskyj, die USA im Irankrieg zu erpressen Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA im Krieg mit dem Iran unter Druck zu setzen. Das Land habe den Vereinigten Staaten angeboten, den Austausch militärischer Geheimdienstinformationen mit Teheran einzustellen – wenn die USA im Gegenzug der Ukraine keine Geheimdienstinformationen mehr zur Verfügung stellten, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor. Zudem sollen sich Selenskyj zufolge in einigen iranischen Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile befinden. Russland weist zurück, den Iran im Krieg gegen die USA und Israel zu unterstützen. Zudem sollen sich Selenskyj zufolge in einigen iranischen Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile befinden. Russland weist zurück, den Iran im Krieg gegen die USA und Israel zu unterstützen. Eric Voigt Oberste Führung im Iran prüft Vorschläge der USA Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi. Tatyana Makeyeva/AFP/dpa Der Iran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sendeten die USA über verschiedene Vermittler Botschaften, dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, sagte Araghtschi. Die oberste Führung des Iran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge. Das Land strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, sagte der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Araghtschi rief zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen. Das Land strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, sagte der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Araghtschi rief zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen. Eric Voigt Iran droht Unterstützerstaaten der USA im Nahen Osten mit Angriffen Nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf deuten Informationen des Geheimdienstes darauf hin, dass "Feinde" des Iran die Besetzung einer iranischen Insel planen. Dies solle mit Unterstützung eines namentlich nicht genannten Landes aus der Region geschehen, schrieb Ghalibaf auf X. "Die iranischen Streitkräfte beobachten die Bewegungen des Feindes", schrieb er weiter. Sollten diese aktiv werden, werde der Iran die lebenswichtige Infrastruktur in dem unterstützenden Land mit ständigen und unerbittlichen Angriffen überziehen. Konstantin Zimmermann Israel meldet Beschuss durch Hisbollah im Norden Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Polizeiangaben eine Grenzstadt in Israel mit Streumunition beschossen. Eine Rakete mit Streumunition sei auf ein Wohngebiet im Norden abgefeuert worden, sagte ein israelischer Polizeisprecher. Das Geschoss sei in der Nähe eines Spielplatzes eingeschlagen, es sei niemand verletzt worden. Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Soldaten in der Stadt mit Drohnen angegriffen. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Streumunition, auch Bomblets genannt, über ein großes Gebiet. Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Soldaten in der Stadt mit Drohnen angegriffen. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Streumunition, auch Bomblets genannt, über ein großes Gebiet. Marie N'gouan UN-Generalsekretär ernennt persönlichen Gesandten für Konflikt im Nahen Osten UN-Generalsekretär António Guterres hat den französischen Diplomaten Jean Arnault zu seinem persönlichen Gesandten für den Konflikt im Nahen Osten ernannt. Der Konflikt sei außer Kontrolle geraten, sagte Guterres vor Pressevertretern und warnte vor einer größeren Eskalationsstufe. Guterres sagte, er stehe in engem Kontakt mit vielen Akteuren in der Region und auf der Welt. Es gebe einige Initiativen für Dialog und Frieden. Guterres forderte die USA und Israel, deren gemeinsame Angriffe im vergangenen Monat den Krieg gegen den Iran auslösten, auf, die Kämpfe zu beenden. "Das menschliche Leid wächst, die Zahl der zivilen Opfer steigt, und die globalen wirtschaftlichen Folgen werden immer verheerender", sagte er. Guterres fügte hinzu: "Meine Botschaft an den Iran lautet: Hören Sie auf, Ihre Nachbarn anzugreifen." Guterres forderte die USA und Israel, deren gemeinsame Angriffe im vergangenen Monat den Krieg gegen den Iran auslösten, auf, die Kämpfe zu beenden. "Das menschliche Leid wächst, die Zahl der zivilen Opfer steigt, und die globalen wirtschaftlichen Folgen werden immer verheerender", sagte er. Guterres fügte hinzu: "Meine Botschaft an den Iran lautet: Hören Sie auf, Ihre Nachbarn anzugreifen." Marie N'gouan Johann Wadephul rät Iran zu Verhandlungen mit den USA Außenminister Johann Wadephul. Lilli Förter/dpa Außenminister Johann Wadephul hat dem Iran zu Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Kriegs im Nahen Osten geraten. Bei einem Treffen mit seinem tunesischen Kollegen Mohammed Ali Nafti in Berlin begrüßte der CDU-Politiker Trumps Entscheidung, das Ultimatum gegenüber dem Iran aufzuschieben und Verhandlungen anzustreben. Deutschland stehe bereit, einen Beitrag zu leisten. Wie dieser aussehen könnte, sagte der Minister nicht. Bei einer Golf-Reise hatte Wadephul bereits Vermittlungshilfe angeboten. "Ich möchte das aber auf das Engste abstimmen mit unseren amerikanischen Partnern", sagte er nun. Zu einem entsprechenden Treffen mit dem US-Amtskollegen Marco Rubio habe er sich vor dem G7-Treffen am Freitag verabredet. Zudem sagte Wadephul, bei den jetzt offensichtlich in Pakistan stattfindenden Gesprächen gehe Sorgfalt vor Geschwindigkeit. Das G7-Treffen werde einen guten Eindruck davon geben können, "wo wir stehen und welche Möglichkeiten es gibt". Deutschland stehe bereit, einen Beitrag zu leisten. Wie dieser aussehen könnte, sagte der Minister nicht. Bei einer Golf-Reise hatte Wadephul bereits Vermittlungshilfe angeboten. "Ich möchte das aber auf das Engste abstimmen mit unseren amerikanischen Partnern", sagte er nun. Zu einem entsprechenden Treffen mit dem US-Amtskollegen Marco Rubio habe er sich vor dem G7-Treffen am Freitag verabredet. Zudem sagte Wadephul, bei den jetzt offensichtlich in Pakistan stattfindenden Gesprächen gehe Sorgfalt vor Geschwindigkeit. Das G7-Treffen werde einen guten Eindruck davon geben können, "wo wir stehen und welche Möglichkeiten es gibt". Yannick von Eisenhart Rothe Ägypten unterstützt Verhandlungen und bietet sich als Gastgeber an Ägypten hat sich als Austragungsort für jegliche Gespräche zum Iran angeboten, solange sie der Deeskalation dienten. Man unterstütze die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, Verhandlungen mit dem Iran aufzunehmen, sagte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty. Zur ablehnenden Reaktion des Iran auf den US-Plan sagte er: "Wir müssen unsere Bemühungen fortsetzen, es kommt ganz auf Diplomatie und Verhandlungen an." Marie N'gouan UN-Menschenrechtsrat kritisiert Angriffe des Iran auf seine Nachbarländer Der UN-Menschenrechtsrat hat die iranischen Angriffe auf dessen Nachbarländer bei einer Dringlichkeitsdebatte in Genf verurteilt. In einer vorgelegten Resolution wurden Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien als Geschädigte namentlich genannt. Der Iran lehnte die Resolution ab. Weil er aber keine Abstimmung verlangte, wurde die Resolution im Konsens angenommen. Auf Antrag des Iran, Chinas und Kubas findet in Genf am Freitag eine weitere Dringlichkeitsdebatte im Zusammenhang mit dem Irankrieg statt. Dabei soll es um Angriffe auf Schuleinrichtungen und um die Menschenrechte von Kindern in bewaffneten Konflikten gehen. Auf Antrag des Iran, Chinas und Kubas findet in Genf am Freitag eine weitere Dringlichkeitsdebatte im Zusammenhang mit dem Irankrieg statt. Dabei soll es um Angriffe auf Schuleinrichtungen und um die Menschenrechte von Kindern in bewaffneten Konflikten gehen. Rauchwolken in der Nähe des internationalen Flughafens in Kuwait nach einem Drohnenangriff. AFP/Getty Images Eric Voigt Iran lehnt laut Staatsfernsehen US-Vorschlag für Waffenruhe ab Der Iran hat einem Bericht des staatlichen Fernsehens nach einen US-Vorschlag für eine Waffenruhe abgelehnt. Der englischsprachige Kanal des Staatsfernsehens zitierte eine anonyme Quelle mit der Aussage, der Iran habe den 15 Punkte umfassenden Plan zurückgewiesen. Zuvor war aus pakistanischen Regierungskreisen verlautet, der Vorschlag sei dem Iran übergeben worden. Alara Yilmaz Raketenteile aus dem Iran im Libanon abgestürzt Im Libanon sind nach Militärangaben Teile einer iranischen Rakete abgestürzt. Laut der libanesischen Armee müsse das eigentliche Ziel außerhalb des libanesischen Territoriums gelegen haben, da die Rakete in großer Höhe explodiert sei. Mögliche Ursachen könnten eine technische Fehlfunktion oder der Abschuss durch eine Abfangrakete gewesen sein. Der Absturz der Raketenteile ereignete sich bereits am Dienstag. In der Folge waren Explosionen nahe der US-Botschaft unweit der Hauptstadt Beirut zu hören. Bei der Küstenstadt Jounieh schlugen Trümmer ein. Auch das israelische Militär teilte mit, dass eine iranische Rakete auf libanesisches Territorium gestürzt sei. Der Iran äußerte sich bisher nicht. Der Absturz der Raketenteile ereignete sich bereits am Dienstag. In der Folge waren Explosionen nahe der US-Botschaft unweit der Hauptstadt Beirut zu hören. Bei der Küstenstadt Jounieh schlugen Trümmer ein. Auch das israelische Militär teilte mit, dass eine iranische Rakete auf libanesisches Territorium gestürzt sei. Der Iran äußerte sich bisher nicht. Maxim Nägele Golfstaaten warnen vor "existenzieller Bedrohung" ihrer Infrastruktur Die arabischen Golfstaaten sehen sich durch die iranischen Angriffe auf ihre Infrastruktur bedroht. "Es besteht eine existenzielle Bedrohung für die internationale und regionale Sicherheit. Dieses aggressive Vorgehen untergräbt das Völkerrecht und die Souveränität", sagte Kuwaits Botschafter Nasser Abdullah al-Hajen vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Andere Golfstaaten sagten, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al-Muscharakh, verurteilte den "Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren". UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sagte vor dem Rat, das iranische Vorgehen könne Kriegsverbrechen darstellen, wenn es vorsätzlich sei. "Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur müssen ein Ende haben", sagte Türk. Andere Golfstaaten sagten, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al-Muscharakh, verurteilte den "Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren". UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sagte vor dem Rat, das iranische Vorgehen könne Kriegsverbrechen darstellen, wenn es vorsätzlich sei. "Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur müssen ein Ende haben", sagte Türk. Maxim Nägele EZB-Chefin warnt vor steigender Inflation Christine Lagarde, Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), hat vor raschen Preissteigerungen bei europäischen Unternehmen als Reaktion auf den Irankrieg gewarnt. Dabei zog sie Parallelen zum Energiepreisschock nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Die Inflation, die nach der russischen Invasion zweistellige Werte erreichte, habe in der Wirtschaft Eindruck hinterlassen. Unternehmen könnten nun schneller dazu verleitet sein, die Preise zu erhöhen, sagte sie. Die große Frage sei, wie lange der Ölpreis hoch bleiben werde, sagte Lagarde weiter. Bei einer Konferenz in Frankfurt sagte Lagarde auch, dass die EZB bei einer weiter steigenden Inflation entschlossen handeln werde. "Unser Ziel, mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent zu erreichen, ist bedingungslos", sagte die EZB-Chefin. Bei einer Konferenz in Frankfurt sagte Lagarde auch, dass die EZB bei einer weiter steigenden Inflation entschlossen handeln werde. "Unser Ziel, mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent zu erreichen, ist bedingungslos", sagte die EZB-Chefin.

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