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News: Klimakrise, Wahlkampf in Sachsen

Die Lage am Morgen Das Ende des europäischen Sommers Heute geht es um den europäischen Hitzesommer. Um das TV-Duell in Sachsen-Anhalt. Und um Trumps Ratlosigkeit gegenüber dem Regime in Iran. Anpassung reicht nicht Lange Zeit war der Sommer nicht nur eine Jahreszeit, sondern ein Versprechen: Sonne, Ferien, Leichtigkeit. Wenn man den Wetterbericht verfolgte, dann nur um sicherzugehen, dass der Badeausflug nicht durch Regenschauer gestört wird. Das hat sich in den vergangenen Jahren – und besonders dramatisch in diesem Jahr – verändert. Die Sommermonate erscheinen vielen Menschen plötzlich bedrohlich. Waldbrand in Frankreich: Immer neue Katastrophenmeldungen Foto: ABACAPRESS / IMAGODie Berichterstattung war geprägt von immer neuen Katastrophenmeldungen: In Südfrankreich, Spanien, Griechenland brannten die Wälder. In Ungarn und Rumänien mussten die Behörden Kraftwerke wegen Wassermangels teilweise runterfahren. Der Rhein sank mitunter auf einen Pegel von 24 Zentimetern. In Paris musste der Louvre wegen der hohen Temperaturen schließen (mehr dazu hier ). Allein im Juni starben in Europa mindestens 10.000 Menschen infolge der extremen Hitze. Das Magazin »New Yorker« hat in einem Essay bereits das »Ende des europäischen Sommers« ausgerufen. Und dennoch finden sich die Themen Hitze und Klima bei der Klausur der Bundesregierung auf Schloss Neuhardenberg nur am Rande. Umweltminister Carsten Schneider hatte unlängst vorgeschlagen, das Grundgesetz zu ändern, damit der Bund Klimaanlagen in Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen finanzieren kann (mehr dazu hier). Das wäre zumindest ein Anfang, würde aber allein nicht reichen. Wenn Regierungen ihre Bürgerinnen und Bürger vor weiteren Hitzesommern schützen wollen, dann müssen sie nicht nur in Anpassung an die Klimakatastrophe investieren – sondern vor allem in den Kampf dagegen. Der glücklose Herr Schulze Es ist nicht so, dass Sven Schulze nicht versucht hätte, vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September Boden auf die AfD gutzumachen. Der Ministerpräsident ist mit dem Fahrrad durch sein Bundesland gereist, er hat den Kabarettisten Dieter Hallervorden für seinen Wahlkampf eingespannt und ist auf unzähligen Podien und in Gasthäusern aufgetreten. Trotzdem dümpelt seine CDU in Umfragen bei rund 23 Prozent, die AfD kommt fast auf doppelt so viel (mehr dazu hier ). CDU-Politiker Schulze: Zielgerade im Wahlkampf Foto:Christian Schroedter / IMAGO Nun hat Sachsen-Anhalt gerade einmal 2,1 Millionen Einwohner, weniger als die Städte Köln, Dortmund und Essen zusammen. Und doch hatte eine Landtagswahl selten eine vergleichbare, bundespolitische Bedeutung. Rechnerisch lassen sich für den Wahlausgang nur zwei Szenarien erwarten. So hat es mein Kollege Peter Maxwill gerade zusammengefasst: Entweder die AfD verpasst die absolute Mehrheit knapp und Schulze muss sich, um weiterregieren zu können, mit den Linken verbünden. Oder Schulze verliert und muss an die erste rechtsextreme Regierung in der deutschen Nachkriegsgeschichte übergeben (mehr dazu hier ). Heute trifft Schulze in der Wahlarena des Mitteldeutschen Rundfunks zum ersten Mal in einem direkten TV-Duell auf Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD. Für den CDU-Politiker ist es wohl eine der letzten Gelegenheiten, dem Wahlkampf auf der Zielgeraden doch noch eine andere Richtung zu geben. Lesen Sie die ganze Geschichte hier: Sven Schulze will eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt verhindern. Hat er eine Chance? Nun braucht Trump China auch für Iran Donald Trump hat im Konflikt mit Iran keine Superlative gescheut. Mal drohte er damit, die gesamte iranische Zivilisation auszulöschen. Dann sagte er, sein Militär werde das Land zurück in die Steinzeit bomben. Diese Woche kündigte er nie da gewesene Wirtschaftssanktionen an, einen »wirtschaftlichen D-Day«. Sein Dilemma ist, dass auf seine Ankündigungen so selten Taten folgten, dass ihm niemand mehr glaubt, am allerwenigsten die Iraner (mehr dazu hier ). Trumps Krieg gegen Iran ist ein allumfassendes Desaster. Das haben inzwischen selbst jene erkannt, die den Angriff zunächst noch bejubelt hatten. Der Militäreinsatz hat mehreren Tausend Zivilisten in Iran das Leben gekostet und die Weltwirtschaft nachhaltig geschwächt. Er hat jedoch weder das Regime in Teheran zu Fall gebracht, wie von Trump erhofft, noch das iranische Atomprogramm gestoppt (mehr dazu hier ). Oberbefehlshaber Trump: Ein allumfassendes Desaster Foto: MANDEL NGAN / AFPInsofern ist es zunächst eine gute Nachricht, wenn die US-Regierung nun zu einer Strategie zurückkehren will, die bereits ihre Vorgängerinnen versucht haben: die iranische Führung durch wirtschaftlichen Druck zu Zugeständnissen etwa in den Verhandlungen über das Atomprogramm zu bewegen. Das Problem ist, dass diese Strategie ohne das Zutun von Trumps ärgstem Rivalen, China, keinen Erfolg haben wird. 80 Prozent der iranischen Ölexporte gingen im vergangenen Jahr nach China. Erst wenn Machthaber Xi Jinping diese unterbindet, würde das iranische Regime ernsthaft in Bedrängnis geraten. Chinas Führung hat jedoch bereits abgewunken und Sanktionen gegen Iran als illegal bezeichnet. Mehr Hintergründe hier: Drohungen gegen Oman, Ohnmacht gegenüber Iran – welche Optionen Trump jetzt noch bleiben Hier geht’s zum aktuellen Tagesquiz Noch mehr Rätsel wie Viererkette, Wordle und Paarsuche finden Sie bei SPIEGEL Games. Verliererin des Tages… Justizopfer Kavala: »Die Ungerechtigkeiten müssen endlich ein Ende haben« Foto: AP / dpa…ist die türkische Justiz, der nun ein weiteres Mal amtlich bescheinigt wurde, dass sie dem Istanbuler Kulturförderer Osman Kavala Unrecht tut. Kavala sitzt aus fadenscheinigen Gründen seit fast zehn Jahren in der Türkei im Gefängnis. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hatte bereits vor gut sieben Jahren seine Freilassung gefordert. Jetzt hat er die Türkei erneut gerügt. Mustafa Yeneroğlu, ehemals ein enger Vertrauter von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und inzwischen in der Opposition, spricht von einem »äußerst schwerwiegenden Urteil«. »Die Ungerechtigkeiten gegen Osman Kavala müssen endlich ein Ende haben«, fordert er. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Erdoğan-Regierung der Vorgabe aus Straßburg folgt. Mehr zum Thema: In Erdoğans Augen ein Staatsfeind Die jüngsten Meldungen aus der Nacht Menschen hängen über Stunden im Kettenkarussell fest: Auf einem Volksfest in Hamburg müssen Einsatzkräften zu einer Menschenrettung anrücken. 23 Personen sitzen in einem Kettenkarussell in 30 Meter Höhe fest. Auf die Rettung müssen sie lange warten. Von Mick Jagger bis zu den Muppets – so trauert die Künstlerwelt um Dolly Parton: »Sie hinterlässt eine Lücke im Universum«: Prominente Wegbegleiter und Bewunderer zollen Dolly Parton Tribut. Reaktionen kommen auch aus dem Rap-Lager – und aus dem Weißen Haus. Gericht lässt Anklage gegen Assauers Tochter nicht zu: Nutzten seine Tochter und seine frühere Sekretärin Rudi Assauers Alzheimer-Erkrankung aus und verkauften seine Immobilien? Das Landgericht Essen sieht dafür keinen hinreichenden Tatverdacht. Heute bei SPIEGEL Extra: So übertragen Sie Ihre Aktien rechtzeitig an Ihre Kinder – ohne dass Steuern fällig werden Marc Tran / Stocksy Sie wollen Ihren Angehörigen schon früh einen Teil Ihres Vermögens vermachen? Hier erfahren Sie, wie Sie Aktien oder ETFs am geschicktesten verschenken. Egal ob Sie reich sind oder nicht . Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Maximilian Popp, stellvertretender Ressortleiter Ausland

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