Sachsen-Anhalt: Tausende demonstrieren in Berlin gegen die AfD
Luisa Neubauer, Aktivistin:
»Was vor allem nicht hilft, ist sich dann erst mal mit einer Diagnose danebenzustellen und zu erklären, die sind jetzt alles verwirrte Rechtsradikale, sondern erst mal anzunehmen: hier gibt’s ne tiefe Unzufriedenheit und die muss adressiert werden.«
Warum haben so viele Menschen in Sachsen-Anhalt die AfD gewählt – und wie sollten die anderen Parteien jetzt mit ihr umgehen? Das historische Wahlergebnis trieb Tausende Demonstranten am Montagabend vor das Brandenburger Tor zu einer kurzfristig organisierten Kundgebung unter dem Motto »Zeit zum Handeln: AfD stoppen«.
»Alle zusammen gegen den Faschismus«
Viele der Aktivisten vor Ort betonten – die Partei sei das Problem. Nicht die Menschen, die sie gewählt haben.
Luisa Neubauer, Aktivistin:
»Es ist kein Zufall, dass gerade in Sachsen-Anhalt so wahnsinnig viele Menschen mit ganz geringem Einkommen die AfD gewählt haben. Die also wirklich das Gefühl haben, Moment, ich habe so wenig und mir wird immer noch mehr weggenommen. Das Dramatische ist, dass die AfD darauf keine Antwort geben kann. Die AfD ist die völlig falsche Partei dafür. Aber sie ist eine Partei, die Mut macht.«
Christoph Bautz, Organisator:
»Wir müssen eben auch gucken, wieder mehr auf Augenhöhe mit den Menschen zu reden und nicht von oben herab zu reden. Auch das ist die Lehre, auch an alle demokratischen Parteien. Für uns ist sehr klar: Die Brandmauer gegen die AfD, die muss jetzt stehen, aber die Tür zu den Wähler:innen, die ist weiter offen. Wir müssen miteinander reden.«
Aufgerufen zu dem Protest hatten die Kampagnen-Organisation Campact und Fridays for Future. Die Polizei zählte rund 5.000 Demonstranten, die Veranstalter etwa 14.000.
How it works
Once you click Generate, Ollama reads this article and crafts 5 comprehension questions. Your answers are graded against the article content — general knowledge won't be enough. Score 70+ to count toward your certificate.
Questions are cached — you'll always get the same 5 for this article.