threat_intelligence3642 wordsRead on Arc Codex

Krieg in der Ukraine: Putin rĂ€umt SchĂ€den fĂŒr Wirtschaft ein und droht Kiew

Viele Angaben ĂŒber den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu KĂ€mpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. FĂŒr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates WĂ€hrend Wadephul-Besuch in Kiew: Russland beschießt Vorort Ukraine trifft erstmals russischen Online-VersandhĂ€ndler Ozon Viele Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Krywyj Rih Gebiet Charkiw: Russische Drohnen töten zwei Frauen Ukraine: Viele Tote und Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew Putin rĂ€umt SchĂ€den fĂŒr Wirtschaft ein und droht Kiew Vor dem Hintergrund der anhaltenden Angriffe der Ukraine auf russische Infrastruktureinrichtungen, darunter eine Ölraffinerie und das Lagerhaus eines großen E-Commerce-Unternehmens in der Region Samara, rĂ€umt der russische PrĂ€sident Wladimir Putin SchĂ€den fĂŒr die russische Wirtschaft ein. Die ukrainischen Angriffe „fĂŒgen unserem Land wirtschaftlichen Schaden zu. Sie fĂŒhren zu Verlusten“, sagte Putin in einem Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen. Putin kĂŒndigte harte GegenschlĂ€ge an. Russland werde nun selbst die empfindlichsten Bereiche der ukrainischen Wirtschaft ins Visier nehmen, die ohnehin bereits am Abgrund stĂŒnden, sagte Putin an. So sei Kiew etwa vom Export seiner Agrarprodukte abhĂ€ngig, die dem Haushalt wesentliche Einnahmen verschafften. Die Ukraine gehört zu den weltweit bedeutenden Getreideexporteuren. Putin erklĂ€rte, dass Russland nach guter Ernte ein großes Exportpotenzial habe und den Weltmarkt bedienen werde. Die Ukraine habe mit den gegen Russlands Wirtschaft gerichteten Attacken die „BĂŒchse der Pandora“ geöffnet - also ein Quell des Unheils. „Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr“, sagte er an die Adresse Kiews. Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, hĂ€rter gegen die Ukraine vorzugehen. Nun sagte er: „Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spĂŒrbarer und zerstörerischer ausfallen.“ Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, behauptete Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskriegskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte. Schon in den vergangenen Wochen hatte Russland immer hĂ€ufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt - in dem Wissen, dass das Land kaum noch Abfangraketen hat, um sich dagegen zu wehren. Diese SchlĂ€ge, bei denen so viele Zivilisten getötet wurden wie seit Langem nicht, bezeichnete Putin als passend und effektiv. Sie hĂ€tten den russischen Soldaten an der Front geholfen, ihre Aufgaben zu erfĂŒllen, behauptete er. Putin kĂŒndigte harte GegenschlĂ€ge an. Russland werde nun selbst die empfindlichsten Bereiche der ukrainischen Wirtschaft ins Visier nehmen, die ohnehin bereits am Abgrund stĂŒnden, sagte Putin an. So sei Kiew etwa vom Export seiner Agrarprodukte abhĂ€ngig, die dem Haushalt wesentliche Einnahmen verschafften. Die Ukraine gehört zu den weltweit bedeutenden Getreideexporteuren. Putin erklĂ€rte, dass Russland nach guter Ernte ein großes Exportpotenzial habe und den Weltmarkt bedienen werde. Die Ukraine habe mit den gegen Russlands Wirtschaft gerichteten Attacken die „BĂŒchse der Pandora“ geöffnet - also ein Quell des Unheils. „Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr“, sagte er an die Adresse Kiews. Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, hĂ€rter gegen die Ukraine vorzugehen. Nun sagte er: „Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spĂŒrbarer und zerstörerischer ausfallen.“ Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, behauptete Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskriegskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte. Schon in den vergangenen Wochen hatte Russland immer hĂ€ufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt - in dem Wissen, dass das Land kaum noch Abfangraketen hat, um sich dagegen zu wehren. Diese SchlĂ€ge, bei denen so viele Zivilisten getötet wurden wie seit Langem nicht, bezeichnete Putin als passend und effektiv. Sie hĂ€tten den russischen Soldaten an der Front geholfen, ihre Aufgaben zu erfĂŒllen, behauptete er. Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin im Interview mit dem Journalisten IPawel Sarubin, der als sein Haus- und Hofreporter gilt. via REUTERS Tote nach ukrainischem Drohnenangriff auf Sewastopol Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland bereits 2014 annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere fĂŒnf Zivilisten seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. TrĂŒmmer einer abgeschossenen Drohne seien auf einen Bus gefallen und hĂ€tten ihn in Brand gesetzt. Russland meldet Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen Nach russischen Angaben sind bei ukrainischen DrohnenschlĂ€gen gegen Ziele im SĂŒden Russlands mindestens vier Zivilisten getötet und mehrere Menschen verletzt worden. In Jeisk im Gebiet Krasnodar wurden bei einem Angriff auf zivile Infrastruktur und WohnhĂ€user zwei Kinder getötet, wie Gouverneur Weniamin Kondratjew mitteilte. Zwei Erwachsene seien verletzt worden. Im Krankenhaus sei einer der Verletzten gestorben, berichtete er am Nachmittag. Der ukrainische Generalstab teilte mit, dass dort ein Kraftstofflager Ziel der Angriffe gewesen sei. Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Flugalarms auf den HauptstadtflughĂ€fen zeitweilig keine Starts und Landungen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass in der Nacht insgesamt 457 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien. Von unabhĂ€ngiger Seite ist das nicht ĂŒberprĂŒfbar. Zur Anzahl von Treffern machte das Ministerium keine Angaben. Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Flugalarms auf den HauptstadtflughĂ€fen zeitweilig keine Starts und Landungen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass in der Nacht insgesamt 457 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien. Von unabhĂ€ngiger Seite ist das nicht ĂŒberprĂŒfbar. Zur Anzahl von Treffern machte das Ministerium keine Angaben. Ukraine: Tote im Gebiet Saporischschja nach russischen Luftangriffen Infolge russischer Angriffe sind nach ukrainischen Angaben im SĂŒdosten der Ukraine mindestens drei Menschen getötet worden. Zudem seien 15 Menschen bei den Angriffen vor allem auf das Umland der Großstadt Saporischschja verletzt worden, teilte der MilitĂ€rgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Es habe Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben unter anderem auf LagergebĂ€ude gegeben. WĂ€hrend Wadephul-Besuch in Kiew: Russland beschießt Vorort WĂ€hrend des Aufenthalts von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen angegriffen. Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Luftalarm galt auch fĂŒr Kiew. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodimir Selenskij und Wadephul nahmen zu diesem Zeitpunkt an einer Veranstaltung mit Kriegsveteranen teil. Laut den Behörden wurden bei dem Angriff im Landkreis Boryspil mindestens zwei Menschen getötet. Weitere acht Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auf Telegram mit. Es gebe SchĂ€den an Lagerhallen, geparkten Transportern, WohnhĂ€usern und mindestens einer Tankstelle. UnbestĂ€tigten Berichten zufolge wurde vom russischen MilitĂ€r auch besonders gefĂ€hrliche Streumunition eingesetzt. Laut den Behörden wurden bei dem Angriff im Landkreis Boryspil mindestens zwei Menschen getötet. Weitere acht Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auf Telegram mit. Es gebe SchĂ€den an Lagerhallen, geparkten Transportern, WohnhĂ€usern und mindestens einer Tankstelle. UnbestĂ€tigten Berichten zufolge wurde vom russischen MilitĂ€r auch besonders gefĂ€hrliche Streumunition eingesetzt. „Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstĂŒtzen sie. Sie wird diese militĂ€rische Auseinandersetzung gewinnen.“Bundesaußenminister Johann Wadephul Wadephul war an diesem Samstag zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in die Ukraine gereist. Es war ein SolidaritĂ€tsbesuch kurz vor dem 35. UnabhĂ€ngigkeitstag der Ukraine am kommenden Montag. Der Außenminister erklĂ€rte, er sei mit europĂ€ischen und nicht europĂ€ischen Kollegen im GesprĂ€ch ĂŒber die weitere UnterstĂŒtzung der Ukraine mit Luftverteidigungssystemen. DafĂŒr seien die EindrĂŒcke seiner Reise von großer Bedeutung. In der kommenden Woche will er mit seinem US-Kollegen Marco Rubio ĂŒber weitere diplomatische BemĂŒhungen fĂŒr einen Frieden sprechen. „Ich setze darauf, dass die USA weiter bereit sind, eine aktive Rolle hier auch zu spielen in den Verhandlungen mit der Ukraine“, sagte Wadephul und ergĂ€nzte: „Aber ich glaube auch, dass es richtig war, dass wir EuropĂ€er im ersten Halbjahr dieses Jahres uns zusammengefunden haben im E3-Rahmen.“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien wĂŒrden in diesem Rahmen weiterhin sehr eng zusammenarbeiten. In der kommenden Woche will er mit seinem US-Kollegen Marco Rubio ĂŒber weitere diplomatische BemĂŒhungen fĂŒr einen Frieden sprechen. „Ich setze darauf, dass die USA weiter bereit sind, eine aktive Rolle hier auch zu spielen in den Verhandlungen mit der Ukraine“, sagte Wadephul und ergĂ€nzte: „Aber ich glaube auch, dass es richtig war, dass wir EuropĂ€er im ersten Halbjahr dieses Jahres uns zusammengefunden haben im E3-Rahmen.“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien wĂŒrden in diesem Rahmen weiterhin sehr eng zusammenarbeiten. Bundesaußenminister Johann Wadephul hat in Kiew zusammen mit dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha auf dem Maidan Kerzen aufgestellt, um der ukrainischen Opfer des Krieges zu gedenken. Foto: Michael Fischer/dpa Ukraine trifft erstmals russischen Online-VersandhĂ€ndler Ozon Nach Berichten ukrainischer Medien hat die Ukraine erneut im Gebiet Samara eine große Ölraffinerie angegriffen – und erstmals auch ein Lager des russischen Online-VersandhĂ€ndlers Ozon. Das Unternehmen bestĂ€tigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon am Morgen mit. FĂŒr Mitarbeiter und Angehörige sei ein Notruftelefon eingerichtet worden. Zuvor hatte die Ukraine den grĂ¶ĂŸten russischen Online-VersandhĂ€ndler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die SchĂ€den allein bei dem Unternehmen gehen nach SchĂ€tzungen von Branchenexperten in die Milliarden. Zuvor hatte die Ukraine den grĂ¶ĂŸten russischen Online-VersandhĂ€ndler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die SchĂ€den allein bei dem Unternehmen gehen nach SchĂ€tzungen von Branchenexperten in die Milliarden. Viele Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Krywyj Rih Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der ukrainischen Großstadt Krywyj Rih ist die Zahl der Toten nach Angaben aus der Ukraine auf mindestens 16 gestiegen. Der ukrainische Zivilschutz sprach am Morgen von noch neun Vermissten, darunter zwei Kinder. Am Freitagabend war zunĂ€chst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. 29 Personen hĂ€tten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen fĂŒnf Kinder, teilte der regionale MilitĂ€rverwalter Oleksandr Hanscha auf Telegram mit. PrĂ€sident Wolodimir Selenskij sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem „absolut zynischen und hinterhĂ€ltigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum“. Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. „Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die RettungskrĂ€fte“, berichtete er. Die Heimatstadt von Selenskij liegt rund 350 Kilometer sĂŒdöstlich der Hauptstadt Kiew. Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen MilitĂ€r mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden. Dabei starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten, knapp ein Dutzend Menschen wurde verletzt. Am Freitagabend war zunĂ€chst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. 29 Personen hĂ€tten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen fĂŒnf Kinder, teilte der regionale MilitĂ€rverwalter Oleksandr Hanscha auf Telegram mit. PrĂ€sident Wolodimir Selenskij sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem „absolut zynischen und hinterhĂ€ltigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum“. Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. „Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die RettungskrĂ€fte“, berichtete er. Die Heimatstadt von Selenskij liegt rund 350 Kilometer sĂŒdöstlich der Hauptstadt Kiew. Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen MilitĂ€r mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden. Dabei starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten, knapp ein Dutzend Menschen wurde verletzt. Wadephul kurz vor UnabhĂ€ngigkeitstag in Kiew Kurz vor dem 35. UnabhĂ€ngigkeitstag der Ukraine ist Außenminister Johann Wadephul zu einem SolidaritĂ€tsbesuch in dem von Russland angegriffenen Land eingetroffen. Gleich nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug am Bahnhof von Kiew verurteilte der CDU-Politiker die zunehmenden russischen Drohnen- und Raketenangriffe und warf Moskau „wahllosen Mord an Zivilisten“ sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen. Die Sommermonate Juli und August seien fĂŒr die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. „Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab“, sagte er. Der CDU-Politiker sicherte der Ukraine vor diesem Hintergrund weitere UnterstĂŒtzung zu. Er hofft darauf, dass Russland so zu Friedensverhandlungen bewegt werden kann. Kein Land investiert so viel in die militĂ€rische und finanzielle UnterstĂŒtzung der Ukraine wie Deutschland. Wadephul ist zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in dem Land. Der Besuch wurde aus SicherheitsgrĂŒnden wie ĂŒblich nicht öffentlich angekĂŒndigt. Auch sein Programm in Kiew wird nicht bekanntgegeben. Im Mittelpunkt werden aber GesprĂ€che mit der ukrainischen FĂŒhrung stehen. Am kommenden Montag vor 35 Jahren hat die Ukraine die UnabhĂ€ngigkeit von der Sowjetunion erlangt. Um den Jahrestag herum finden Feierlichkeiten vor allem in der Hauptstadt Kiew statt. Die Sommermonate Juli und August seien fĂŒr die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. „Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab“, sagte er. Der CDU-Politiker sicherte der Ukraine vor diesem Hintergrund weitere UnterstĂŒtzung zu. Er hofft darauf, dass Russland so zu Friedensverhandlungen bewegt werden kann. Kein Land investiert so viel in die militĂ€rische und finanzielle UnterstĂŒtzung der Ukraine wie Deutschland. Wadephul ist zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in dem Land. Der Besuch wurde aus SicherheitsgrĂŒnden wie ĂŒblich nicht öffentlich angekĂŒndigt. Auch sein Programm in Kiew wird nicht bekanntgegeben. Im Mittelpunkt werden aber GesprĂ€che mit der ukrainischen FĂŒhrung stehen. Am kommenden Montag vor 35 Jahren hat die Ukraine die UnabhĂ€ngigkeit von der Sowjetunion erlangt. Um den Jahrestag herum finden Feierlichkeiten vor allem in der Hauptstadt Kiew statt. Ukraine verbietet „Mascha und der BĂ€r“ Die Ukrainer dĂŒrfen in ihrem Land nicht mehr die international bekannte russische Zeichentrickserie „Mascha und der BĂ€r“ sehen. Die Regierung belegte die Filmemacher mit Sanktionen und bezeichnete die Trickfilme als eine Gefahr fĂŒr die nationale Sicherheit. „Allein im Jahr 2025 hatte der ukrainischsprachige YouTube-Kanal von „Mascha und der BĂ€r“ ĂŒber 800 Millionen Aufrufe“, schrieb Kulturministerin Tetjana Bereschna bei Facebook. Nun gebe es die rechtliche Handhabe, um die Filme in der Ukraine zu blockieren. „FĂŒr russische Propaganda gibt es keinen Platz auf Kinderbildschirmen. Weder in der Ukraine noch in der Welt!“, schrieb sie. Über den Kanal erzielen die Macher den Autoren zufolge Werbeeinnahmen, mit denen wiederum Steuern in Russland gezahlt wĂŒrden. Das Geld komme der russischen Armee in ihrem Kampf gegen die Ukraine zugute. Streamingplattformen wie YouTube können den Zugang zu Inhalten, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, auch fĂŒr Nutzer aus einzelnen LĂ€ndern sperren. Moskau kritisierte den ukrainischen Schritt. „Dass die Ukraine auch gegen Zeichentrickfilme einen Krieg begonnen hat, zeigt wohl einmal mehr die Abscheulichkeit des Kiewer Regimes“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russische Nachrichtenagenturen zufolge. Die Zeichentrickhelden hĂ€tten die ganze Welt „mit ihrer GĂŒte“ erobert. Es sei Propaganda „im guten Sinne dieses Wortes“. „Allein im Jahr 2025 hatte der ukrainischsprachige YouTube-Kanal von „Mascha und der BĂ€r“ ĂŒber 800 Millionen Aufrufe“, schrieb Kulturministerin Tetjana Bereschna bei Facebook. Nun gebe es die rechtliche Handhabe, um die Filme in der Ukraine zu blockieren. „FĂŒr russische Propaganda gibt es keinen Platz auf Kinderbildschirmen. Weder in der Ukraine noch in der Welt!“, schrieb sie. Über den Kanal erzielen die Macher den Autoren zufolge Werbeeinnahmen, mit denen wiederum Steuern in Russland gezahlt wĂŒrden. Das Geld komme der russischen Armee in ihrem Kampf gegen die Ukraine zugute. Streamingplattformen wie YouTube können den Zugang zu Inhalten, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, auch fĂŒr Nutzer aus einzelnen LĂ€ndern sperren. Moskau kritisierte den ukrainischen Schritt. „Dass die Ukraine auch gegen Zeichentrickfilme einen Krieg begonnen hat, zeigt wohl einmal mehr die Abscheulichkeit des Kiewer Regimes“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russische Nachrichtenagenturen zufolge. Die Zeichentrickhelden hĂ€tten die ganze Welt „mit ihrer GĂŒte“ erobert. Es sei Propaganda „im guten Sinne dieses Wortes“. Die Sanktionen wurden vorerst fĂŒr zehn Jahre verhĂ€ngt. Kiew forderte seine VerbĂŒndeten auf, ebenfalls Maßnahmen gegen die Verbreitung der Animationsfilme zu ergreifen. Erst im Juni hatte der US-amerikanische Streamingdienst Netflix die Rechte an weiteren Staffeln der Kinderserie erworben. Hintergrund ist eine journalistische Studie vom vergangenen Jahr. Demnach war der ukrainischsprachige YouTube-Kanal des russischen Trickfilms 2025 in dem von Russland angegriffenen Land mit Abstand der populĂ€rste. Zur russischsprachigen Version wurden keine Angaben gemacht. Hauptfiguren der Trickfilme sind das kleine MĂ€dchen Mascha in traditioneller russischer Kleidung und ein ehemaliger ZirkusbĂ€r, der sich nur ĂŒber Gesten und Laute mitteilt. Die Serie wird seit 2009 produziert und wurde in Dutzenden LĂ€ndern ausgestrahlt, darunter auch in Deutschland. Kritik am Inhalt gab es auch in Großbritannien und Estland, da Mascha in mehreren Episoden mit militĂ€rischen KleidungsstĂŒcken und sowjetischer Symbolik auftaucht. Hintergrund ist eine journalistische Studie vom vergangenen Jahr. Demnach war der ukrainischsprachige YouTube-Kanal des russischen Trickfilms 2025 in dem von Russland angegriffenen Land mit Abstand der populĂ€rste. Zur russischsprachigen Version wurden keine Angaben gemacht. Hauptfiguren der Trickfilme sind das kleine MĂ€dchen Mascha in traditioneller russischer Kleidung und ein ehemaliger ZirkusbĂ€r, der sich nur ĂŒber Gesten und Laute mitteilt. Die Serie wird seit 2009 produziert und wurde in Dutzenden LĂ€ndern ausgestrahlt, darunter auch in Deutschland. Kritik am Inhalt gab es auch in Großbritannien und Estland, da Mascha in mehreren Episoden mit militĂ€rischen KleidungsstĂŒcken und sowjetischer Symbolik auftaucht. Lilly Zerbst Nach mutmaßlicher Luftraumverletzung: Finnland bestellt russischen Botschafter ein Das finnische Außenministerium hat den russischen Botschafter wegen einer mutmaßlichen Luftraumverletzung durch ein AufklĂ€rungsflugzeug einbestellt. Wie der finnische Grenzschutz am Freitag mitteilte, hat sich die Maschine vom Typ Il-20 am Vortag etwa drei Minuten lang im finnischen Luftraum befunden und ist dabei bis zu 8,7 Kilometer tief eingedrungen. Der Vorfall habe sich im westlichen Finnischen Meerbusen ereignet, eine Voruntersuchung sei eingeleitet worden. Die russische Botschaft in Finnland reagierte zunĂ€chst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Ein russisches AufklĂ€rungsflugzeug vom Typ „Il-20“. (Archivbild). Maxim Kuzovkov/epa Tass/dpa Lilly Zerbst Gebiet Charkiw: Russische Drohnen töten zwei Frauen Russland hat mit Drohnenangriffen im frontnahen ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws MilitĂ€rgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fĂŒnf HĂ€user in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschĂ€digt worden. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland gegen das Land insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden. Bei GegenschlĂ€gen, mit denen die Ukraine auf die Angriffe antwortet, hat Kiew erneut Hunderte Drohnen gegen russische Ziele eingesetzt. Die russische Flugabwehr meldete in nicht ĂŒberprĂŒfbaren Angaben, sie habe 325 ukrainische Drohnen abgeschossen. In Moskau stellten wegen Luftalarms mehrere HauptstadtflughĂ€fen vorĂŒbergehend den Flugbetrieb ein. In der Region Perm, rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, wurde Medien zufolge eine Ölraffinerie getroffen. Es kam demnach zu einem Brand. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodimir Selenskij bestĂ€tigte spĂ€ter den Angriff auf die â€žĂŒber 1600 Kilometer von der Grenze“ entfernte Raffinerie und andere Ziele. Bei GegenschlĂ€gen, mit denen die Ukraine auf die Angriffe antwortet, hat Kiew erneut Hunderte Drohnen gegen russische Ziele eingesetzt. Die russische Flugabwehr meldete in nicht ĂŒberprĂŒfbaren Angaben, sie habe 325 ukrainische Drohnen abgeschossen. In Moskau stellten wegen Luftalarms mehrere HauptstadtflughĂ€fen vorĂŒbergehend den Flugbetrieb ein. In der Region Perm, rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, wurde Medien zufolge eine Ölraffinerie getroffen. Es kam demnach zu einem Brand. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodimir Selenskij bestĂ€tigte spĂ€ter den Angriff auf die â€žĂŒber 1600 Kilometer von der Grenze“ entfernte Raffinerie und andere Ziele. Krim: Zwei Tote bei ukrainischem Angriff Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht. Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie als Aufmarschgebiet und Nachschubbasis. Kiew greift daher immer wieder auch Ziele auf der Halbinsel an. Selenskij: Brauchen Raketen fĂŒr „Patriot“-Systeme Der ukrainische PrĂ€sident Wolodimir Selenskij hat nach massiven russischen Luftangriffen erneut auf den Mangel an Flugabwehrraketen hingewiesen und an die Partner seines Landes appelliert. „Es sind Raketen fĂŒr Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen“, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Es gehe nicht um Geschenke, sondern um die Bereitschaft der Ukraine, Waffen zu kaufen. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Flugabwehrsysteme – der Ukraine mangelt es jedoch an Raketen dafĂŒr. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Flugabwehrsysteme – der Ukraine mangelt es jedoch an Raketen dafĂŒr. Russland setzt Angriffe am Tag fort Nach massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ist bei einer neuen Attacke am Tag mindestens ein weiterer Mensch getötet worden. DrohnentrĂŒmmer seien auf ein GeschĂ€ftszentrum gestĂŒrzt, schrieb BĂŒrgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Ein Toter und zwei Verletzte seien gefunden worden, RettungskrĂ€fte setzten die Suche in dem GebĂ€ude fort. Klitschko sprach von einem gezielten Angriff auf die kritische Infrastruktur. In zwei Stadtteilen könne es zu Unterbrechungen der Warmwasserversorgung kommen. Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsĂŒber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der MilitĂ€rverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Erst in der vergangenen Nacht waren Klitschko zufolge allein in Kiew 15 Menschen durch massive russische Angriffe ums Leben gekommen. Die Angriffe seien ein „weiteres tragisches Beispiel fĂŒr die alarmierende Zunahme von Angriffen auf bewohnte Gebiete“, sagte der Sprecher von UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres in New York. Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsĂŒber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der MilitĂ€rverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Erst in der vergangenen Nacht waren Klitschko zufolge allein in Kiew 15 Menschen durch massive russische Angriffe ums Leben gekommen. Die Angriffe seien ein „weiteres tragisches Beispiel fĂŒr die alarmierende Zunahme von Angriffen auf bewohnte Gebiete“, sagte der Sprecher von UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres in New York. Lettland: Am 14. August abgeschossene Drohne war ukrainischen Ursprungs Eine am 14. August im lettischen Luftraum abgeschossene Drohne ist ukrainischen Ursprungs. Das haben die lettischen StreitkrĂ€fte jetzt mitgeteilt. Ein im Baltikum stationierter italienischer Kampfjet hatte das FluggerĂ€t abgeschossen, das wĂ€hrend ukrainischer Angriffe auf russische HĂ€fen die Grenze des Nato- und EU-Mitgliedstaats verletzt hatte. Dem MilitĂ€r zufolge flog die Drohne von Belarus aus ein, was höchstwahrscheinlich auf russische Störsignale zurĂŒckzufĂŒhren sei. Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen. Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen.

How it works

Once you click Generate, Ollama reads this article and crafts 5 comprehension questions. Your answers are graded against the article content — general knowledge won't be enough. Score 70+ to count toward your certificate.

Questions are cached — you'll always get the same 5 for this article.