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Putin schlägt Trump und Xi Ukraine

Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor - Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf Kiew intensiviert. In der Nacht auf Freitag wurden vor allem Energiezentren bombardiert, Hunderttausende Ukrainer sind ohne Strom. Aktuelle sterben mehr ukrainische Zivilisten denn je bei russischen Angriffen. - Die USA versagen der Ukraine immer mehr die Unterstützung. Präsident Selenskij warf SpaceX vor, den Zugang zu seinem militärischen Starlink-Dienst eingeschränkt zu haben – mit fatalen Folgen für die Ukraine. - Die Ukraine konzentriert sich bei ihren Angriffen auf Russland nach wie vor auf russische Raffinerien - trotz eines neuen Diesel-Deals zwischen Trump und Putin. - Am 12. Oktober beschloss die EU indes das größte Sanktionspaket gegen Russland seit Kriegsbeginn. - Zuletzt verstärkte die Ukraine auch Angriffe auf die russischen Großstädte Moskau und St. Petersburg. - Putin hat ein Gipfeltreffen mit Trump und Jinping vorgeschlagen, um ein Ende des vierjährigen Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. - Am 24. Februar 2022 überquerten reguläre russische Truppen die Grenzen der Ukraine. Ein Blitzangriff auf Kiew scheiterte, seitdem hat sich die Front im Osten der Ukraine weitestgehend stabilisiert. - Die Wurzeln des Konflikts liegen deutlich weiter zurück. Es geht um russisches Großmachtstreben, kulturelle Konflikte - und nicht zuletzt geht es auch Bodenschätze. - Zwei größere Friedensinitiativen bleiben ohne Ergebnis. Nach dem Massaker in Butscha im Frühling 2022 wurden Verhandlungen in Istanbul beendet. Bilaterale Verhandlungen auf Bestreben Donald Trumps scheiterten im Februar 2025. - Russische und ukrainische Angaben zu Todeszahlen lassen sich nicht unabhängig prüfen. Nach einer Schätzung des US-Forschungsinstituts CSIS wurden seit Beginn der russischen Invasion bis Juni 2026 insgesamt 400.000 russische und 150.000 ukrainische Soldaten getötet. Ukraine-Krieg: Alle aktuellen Entwicklungen - Frau bei Angriff auf Kiewer U-Bahn-Station getötet Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko eine U-Bahn-Station auf dem linken Flussufer beschädigt worden. Eine 21-jährige Frau sei bei dem Angriff ums Leben gekommen, drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Außerdem seien bei dem Angriff eine medizinische Einrichtung und ein Nichtwohngebäude beschädigt worden. - Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor Wladimir Putin hat offenbar ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, um ein Ende des vierjährigen Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. Dies berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Diskussionen vertraute Personen. Der Kreml habe vorgeschlagen, den Dialog am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (APEC) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen abzuhalten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte der Zeitung, dass über eine mögliche Zusammenkunft diskutiert werde. "Es gibt noch keine klaren Vorstellungen über das Treffen selbst oder dessen mögliche Tagesordnung, obwohl alle drei Parteien die hypothetische Möglichkeit anerkennen, dass ein solches Treffen stattfindet", sagte er dem Blatt. Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge hat Trump einem solchen Gipfel noch nicht zugestimmt, könnte der Idee gegenüber jedoch aufgeschlossen sein. - USA liefern wieder Geheimdienstdaten an Ukraine Die USA versorgen die Ukraine nach einer kurzen Unterbrechung wieder mit wichtigen Geheimdienstinformationen zur Abwehr russischer Raketenangriffe. - Brände in russischem Ölterminal und Lagerhallen Nach Angaben des Gouverneurs von Sankt Petersburg, Alexander Beglow, sind an einem Ölterminal der Stadt, einem Öldepot und in Industriehallen Brände ausgebrochen. Der russische Online-Händler Ozon teilte mit, dass sein Logistikzentrum in der Stadt brenne. Das Internetunternehmen VK erklärte, sein Rechenzentrum in der Region Leningrad sei von Drohnen angegriffen worden, der Betrieb laufe jedoch normal weiter. VK betreibt ein in Russland beliebtes soziales Netzwerk. Der ukrainische Drohnenhersteller Fire Point erklärte seinerseits, das ukrainische Militär habe ein VK-Rechenzentrum in der Nähe von Sankt Petersburg getroffen. - Russland greift Energiesektor an Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij warf Russland massive Angriffe auf den Energiesektor seines Landes vor, obwohl US-Präsident Donald Trump eine entsprechende Waffenruhe verkündet hatte. "Seit der Ankündigung des amerikanischen Präsidenten vor einer Woche hat Russland den Energie-, Öl- und Gassektor der Ukraine 76-mal gezielt angegriffen", schrieb Selenskij auf der Plattform X. Die jüngsten Angriffe hätten Umspannwerke in den Regionen Winnyzja, Schytomyr, Chmelnyzkyj und Odessa getroffen. Die von Trump verkündete Vereinbarung über eine Feuerpause für die Energie-Infrastruktur war zuvor weder von der Regierung in Kiew noch von der in Moskau bestätigt worden. Trump hatte die Einigung vor einer Woche bekanntgegeben. - Rubio weist Vorwurf gezielter Starlink-Drosselung zurück Washington hat erneut eine absichtliche Drosselung des für militärische Zwecke von der Ukraine genutzten Satelliteninternets zurückgewiesen. "Niemand im Weißen Haus hat irgendjemanden angewiesen, das Internet zu drosseln oder die Übertragungsgeschwindigkeiten zu verringern, damit bestimmte Drohnen es nicht nutzen können", sagte US-Außenminister Marco Rubio Journalisten vor seiner Abreise nach Usbekistan. Was die Probleme verursacht haben könnte, ließ er offen. "Es ist einfach so passiert", führte er aus. Der Starlink-Zugang sei zudem wiederhergestellt. Rubio bestätigte, dass Kiew das Satelliteninternet für Drohnenflüge verwendet.Der US-Chefdiplomat verneinte dabei, dass die Ukraine Zugriff auf das militärische Internetsystem Starshield habe. Bei Starlink handle es sich um ein kommerzielles, bei Starshield um ein militärisches Produkt, sagte Rubio. "Starshield ist ein Vertrag mit dem US-Militär. Das hat nichts mit der Ukraine zu tun", sagte Rubio. Kiew habe keinen Zugriff. "Sie (die Ukrainer) haben um Zugang dazu gebeten, um Angriffe tief im russischen Staatsgebiet durchführen zu können", erklärte er. Starlink und Starshield seien verschiedene Systeme. - Angriffe auf Moskau und St. Petersburg Die Ukraine hat nach russischen Angaben Moskau und St. Petersburg angegriffen. Die russische Luftabwehr habe 195 ukrainische Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt zerstört, teilte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Außerdem habe die Ukraine mit Dutzenden Drohnen Ziele in St. Petersburg angegriffen, darunter ein Ölterminal und ein Rechenzentrum, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Gouverneur Alexander Drosdenko. Das Militär habe in der Region um St. Petersburg 126 ukrainische Drohnen abgewehrt. Es gebe keine Opfer. In der Anlage des Ölterminals im Hafen sei ein Feuer ausgebrochen, sagte demnach der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow. Das genaue Ausmaß der Schäden blieb zunächst unklar. Im Internet kursierten nicht unabhängig bestätigte Videos, die dort einen großen Brand zeigen sollen. - Selenskij bittet, Trump macht Druck – die EU kramt in leeren Taschen „Seltsam!“. So beschrieb Wolodimir Selenskij vor der versammelten europäischen Presse das Verhalten von Donald Trump. Gründe dafür hat ihm der US-Präsident in den vergangenen Tagen mehr als genug geliefert. Lesen Sie hier den gesamten Bericht von unserem Brüssel-Korrespondenten Konrad Kramar. - Millionen könnten im Winter erneut vertrieben werden Mehrere Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, die nach ihrer Flucht vor dem Krieg in ihre Heimat zurückgekehrt sind, könnten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in diesem Winter erneut vertrieben werden. Für Millionen Menschen stelle sich "nicht mehr nur die Frage, ob sie nach Hause zurückkehren können, sondern ob sie dort sicher bleiben können", erklärte am Freitag der Regionaldirektor der IOM für Europa und Zentralasien, Arthur Erken. Beschädigte Wohnungen, wiederholte Angriffe auf Energieinfrastruktur und unerschwingliche Heizkosten veranlassen laut IOM viele Familien in der Ukraine, eine erneute Flucht aus ihrem Zuhause in Erwägung zu ziehen. "Die Absicht, erneut aufzubrechen, ist bei den in den vergangenen drei Monaten Zurückgekehrten am höchsten", erklärte die UN-Organisation. - Von der Leyen und Costa versichern Selenskij weitere Hilfe EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa haben der Ukraine weitere europäische Hilfe und die Perspektive auf eine EU-Mitgliedschaft versichert. "Russland versucht alles, um die Energie- und Wasserinfrastruktur zu zerstören, aber wir stehen an Ihrer Seite", sagte von der Leyen am Freitag bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij in Brüssel. Die Ukraine hat beklagt, dass ihr im Budget 30 Milliarden Euro und bei Militärausgaben 45 Milliarden Euro fehlen würden. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) will den zusätzlichen Finanzbedarf der Ukraine zuerst einordnen. "Es schwirren so viele Zahlen herum, dass man die jetzt einmal einordnen muss und auch transparent machen muss, woher kommt diese Lücke. Ich bin auch überrascht", so Stocker. Der EU-Gipfel hatte der Ukraine vor einem Jahr ein Darlehen über 90 Milliarden Euro zugesagt, das aber offenbar für ihre finanziellen und militärischen Bedürfnisse nicht reicht. - Russland greift Stromnetz an: Hunderttausende Ukrainer ohne Strom Nach einem russischen Angriff sind Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ihrem Umland ohne Strom. Zudem fiel im Westen des Landes für Hunderttausende der Strom aus. Moskau habe ein Objekt der kritischen Energieinfrastruktur attackiert, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Teile der Stadt und der Region Kiew seien in der Folge ohne Stromversorgung. Mit der Wiederherstellung werde begonnen, wenn die Sicherheitslage es zulasse. - Fünf ukrainische Soldaten in Wohnhaus erschossen Fünf ukrainische Soldaten sind nach Behördenangaben hinter der Front bei Charkiw erschossen worden. Als mutmaßlicher Täter wurde ein russischer Soldat festgenommen, wie der ukrainische Innenminister Iwan Wyhiwskyj in Kiew mitteilte. Die Staatsanwaltschaft von Charkiw ging dem Verdacht nach, dass der Mann zu einem Aufklärungs- und Sabotagetrupp der russischen Armee gehört habe. Zur Tarnung habe er Zivilkleidung angelegt. Die Tat ereignete sich demnach am Dienstag in einem Wohnhaus des frontnahen Ortes Momotowe im Landkreis Charkiw. Der Täter habe das Feuer auf die Soldaten der 72. Brigade eröffnet; sie seien ihren Verletzungen erlegen. Der Mann werde auch verdächtigt, vorher bei dem Ort Zyrkuny einen Angler getötet zu haben. Er habe befürchtet, enttarnt zu werden. - Zahlreiche Tote bei russischem Angriff auf Bus in Ostukraine Bei einem russischen Angriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind am Donnerstag nach Behördenangaben 30 Menschen getötet worden. Militärgouverneur Wadym Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. „Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden“, sagte er. „Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben.“ - Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betonte das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten an Südkorea bekannt gegeben hatte. Die Soldaten hatten auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft. - Ukraine griff Moskau mit 650 Drohnen an Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt Moskau nach Behördenangaben in der Nacht auf Dienstag mit rund 650 Drohnen angegriffen. Die meisten seien von der Luftabwehr aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden, schrieb der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram. 105 Drohnen seien bei ihrem Anflug zerstört worden. Über Schäden oder Verletzte gab es zunächst keine Informationen. Sollten die russischen Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen großen Angriff der Ukraine hindeuten. Das Portal "Kyjiv Independent" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei eine Ölförderanlage rund 40 Kilometer entfernt von Moskau ins Visier genommen worden. Die Ukraine zielt auf Anlagen der russischen Ölindustrie, um so auch den für Moskaus Kriegskasse wichtigen Energieexport zu treffen. - Russland und Ukraine setzten gegenseitige Angriffe fort Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Angriffe auch in der Nacht auf Freitag fortgesetzt. Bei schweren ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen wurden Behördenangaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet und weitere verletzt. In Belgorod starb bei den Angriffen ein Zivilist, ein weiterer wurde verletzt, wie die dortige Einsatzzentrale mitteilte. In der Region Uljanowsk wurden laut örtlichen Angaben acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. In der Region Rostow beschädigte ein ukrainischer Angriff die Ölraffinerie Nowoschachtinsk, wie der örtliche Gouverneur mitteilte. Dort habe die Luftabwehr in der Nacht etwa 50 Drohnen abgefangen. Zudem zerstörte die russische Luftabwehr über der Region Woronesch 88 Drohnen, vier Menschen wurden verletzt. Dies gab der Gouverneur Alexander Gussew bekannt. Außerdem meldete der Gouverneur der Region Perm einen Angriff auf einen Industriebetrieb. - Neue russische Mobilmachung aus Sicht Macrons "glaubwürdig" Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält eine neue russische Mobilmachung für den Krieg in der Ukraine für "glaubwürdig". "Das heute glaubwürdige Szenario, das häufig geteilt wird, ist eines mit rund 300.000 Mann", sagte Macron am Donnerstagabend den französischen Sendern TF1 und France 2. Moskau sende ein Signal: "Wir sind bereit, noch größere Opfer zu bringen, um den gesamten Donbass einzunehmen", fügte der französische Staatschef hinzu. Russland hatte zuletzt 2022 eine "Teilmobilmachung" von Reservisten angeordnet, nachdem die russische Armee in der Ukraine militärische Rückschläge erlitten hatte. Die damalige Anordnung bezog sich laut Kreml auf rund 300.000 von insgesamt rund 140 Millionen Russen. Sie führte dazu, dass zahlreiche Männer im wehrpflichtigen Alter Russland verließen. - Russland griff ukrainische Schiffe im Schwarzen Meer an Russische Streitkräfte haben ein ukrainisches Frachtschiff und einen Tanker im Schwarzen Meer sowie in einem ukrainischen Hafen angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax am Samstag unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Polen leitete unterdessen angesichts der russischen Angriffe auf die Ukraine präventive militärische Luftoperationen zum Schutz seines Luftraums ein. Das teilte die polnische Armee in einem Beitrag auf X mit. Das Militär habe zudem für bodengestützte Luftabwehrsysteme und Radaraufklärungssysteme Bereitschaft angeordnet. - Trump unterzeichnete Paket mit Sanktionen gegen Russland US-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen. Das Sanktionsgesetz trägt den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es maßgeblich vorangetrieben hatte. Neben den Russland-Sanktionen setzt es auch den Rahmen für eine Verlängerung der Strafmaßnahmen gegen den Iran bis zum Jahr 2031. - Protest gegen Drohnen: Russland bestellt Londoner Diplomatin ein Aus Verärgerung über die Waffenlieferungen Großbritanniens an die Ukraine hat das russische Außenministerium in Moskau die Vertreterin des Londoner Botschafters einbestellt. Ihr sei ein "entschiedener Protest" wegen verstärkter britischer Lieferungen von Drohnen und anderen Waffensystemen an die Ukraine ausgesprochen worden, teilte das Ministerium in Moskau mit. London sei darauf hingewiesen worden, dass die "stark konfrontative Linie" auf eine Verlängerung und Eskalation des Konfliktes abziele. Die Aussicht auf eine politische Lösung rücke so in weite Ferne. Durch die "massiven Lieferungen weitreichender Angriffswaffen" werde London zu einem Beteiligten an den Kriegshandlungen. Russland behalte sich das Recht auf Reaktionen im Rahmen des "Rechts auf Selbstverteidigung" vor. "Alle britischen Militäranlagen in der Ukraine, die für Angriffe auf das russische Territorium genutzt werden, sind ein rechtmäßiges Ziel", hieß es in der Mitteilung. Die Verantwortung für eine weitere Verschlechterung der Situation liege bei London. - Ukraine erhält 3,3 Milliarden Euro an EU-Mitteln für Rüstung Die Ukraine erhält eine Tranche über 3,3 Milliarden Euro aus dem Unterstützungskredit der Europäischen Union. Die Mittel werden für vorrangige Verteidigungsbedürfnisse verwendet, insbesondere für den Kauf von Raketen und Drohnen, teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. - Fünf Verletzte bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew Ein russischer Drohnenangriff hat am Freitagmorgen in der Region rund um die ukrainische Hauptstadt Kiew fünf Menschen verletzt. Darunter seien drei Kinder, teilt der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unterdessen fing die russische Armee nach Behördenangaben zahlreiche auf Moskau zusteuernde Drohnen ab. Mehr als 350 unbemannte Fluggeräte hätten sich seit Donnerstagabend auf das Gebiet der russischen Hauptstadt zubewegt. "Die meisten" seien Berichten zufolge "am äußeren Verteidigungskreis" zerstört worden, wie der Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram bekannt gab. 64 davon seien abgefangen worden, während sie sich Moskau näherten. Inmitten gegenseitiger Angriffe begann im fernen Osten Russlands am Freitagmorgen (08.00 Ortszeit, Donnerstagabend 22.00 Uhr MESZ) die Parlamentswahl. Putin hatte die Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um der russischen Armee zu zeigen, dass "hinter unseren Kämpfern Millionen von Menschen stehen" und eine "gemeinsame Antwort an diejenigen zu geben, die Russland schwächen wollen". Die Abstimmung über die 450 Sitze in der Staatsduma wird bis Sonntag in elf Zeitzonen abgehalten. Der Kreml sieht das Ergebnis als Stimmungsbarometer, denn der Ukraine-Konflikt hat zunehmend Auswirkungen auf die russische Zivilbevölkerung. Ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin gilt als sicher. Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die ukrainische Armee reagiert mit Angriffen auf Ziele in Russland. - Personenzug Kiew-Mykolajiw getroffen Im Gebiet Mykolajiw berichtete die ukrainische Eisenbahngesellschaft vom Einschlag einer Drohne in den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew-Mykolajiw. Die Insassen konnten sich demnach alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Zug geriet demnach in Brand. Auch in Kowel im Nordwesten der Ukraine im Gebiet Wolyn sei eine Lokomotive getroffen worden. Russland hatte seine Angriffe auf Züge und Eisenbahnanlagen zuletzt intensiviert. Die Ukraine beklagt, dass Hunderte Lokomotiven beschädigt oder zerstört worden seien und ersetzt werden müssen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach bei Telegram von einem "Akt der Barbarei". Russland müsse mit härteren Sanktionen seitens der USA und der EU gezwungen werden, den sinnlosen Krieg zu beenden. Es dürfe keinerlei Zugeständnisse an den Aggressor in Form gelockerter Sanktionen geben, warnte er. "Angesichts der täglichen brutalen Morde durch Russland ist es wichtig, dass die Sanktionen als Reaktion auf den Krieg streng bleiben", sagte er. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, den Druck zu verringern. Die ukrainische Flugabwehr bestätigte in der Früh den Einschlag mehrerer Drohnen. Insgesamt habe Russland mit 80 Flugobjekten angegriffen. Davon seien mehr als 60 unschädlich gemacht worden. - Fünf Tote bei russischem Drohnenangriff auf Bus Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Linienbus in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sind laut örtlichen Behörden am Mittwoch fünf Menschen getötet worden. Mindestens sieben weitere Personen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Olexander Hanscha mit. Zudem attackierte Russland in der Nacht die Energieinfrastruktur in der zentralukrainischen Region Poltawa, erklärte der dortige Gouverneur auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, ohne Einzelheiten zu nennen. Eine russische Drohne habe auch eine Industrieanlage getroffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, das russische Militär habe ein Frachtschiff im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen. In Polen wurde der Betrieb auf den Flughäfen in Lublin und Rzeszow im Osten des Landes kurzzeitig eingestellt, weil die Luftwaffe wegen russischer Raketenangriffe auf die angrenzende Ukraine zum Schutz des nationalen Luftraums vorsorglich im Einsatz gewesen sei, wie Flugsicherung und Armee erklärten. Hanscha warf Russland Terror vor und veröffentlichte auf Telegram auch ein Foto von dem getroffenen Bus, an dem Blutspuren zu sehen sind. "Die sieben Verletzten befinden sich derzeit in ärztlicher Obhut. Sie erhalten alle notwendige Hilfe", erklärte er. Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew meldete erneut russische Angriffe. Es stünden Lagerhallen in Flammen und es gebe einen Verletzten, teilten die Behörden mit. - Aus der Ostsee gefischte Drohne trug Sprengsatz Eine russische Drohne, die die polnische Armee unweit der Ostseeküste geborgen hat, war mit Sprengstoff bestückt. "Sie enthielt einen Splittersprengkopf samt Zünder", sagte ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Poznan am Mittwoch der Nachrichtenagentur PAP. Spezialkräften der Armee sei es gelungen, den Sprengkopf von dem Fluggerät zu trennen und noch am Strand zu entschärfen. Die Drohne soll nun auf einem Militärgelände weiter untersucht werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um ein unbemanntes Fluggerät des in Russland produzierten Typs Gerbera-2. Die Kampfdrohne war am Montag in der Nähe des Badeortes Rusinowo in Westpommern gefunden worden. Polen prüft jetzt auch einen Zusammenhang mit einem Drohnenvorfall im benachbarten Litauen. In der Nacht auf Dienstag war eine russische Kampfdrohne in den litauischen Luftraum eingedrungen und abgeschossen worden. Auch diese Drohne war nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums mit einer Sprengladung ausgestattet. Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sagte, möglicherweise sei die vor der polnischen Ostseeküste gefundene Drohne ebenfalls über Litauen geflogen. Nach Versuchen, sie unschädlich zu machen, habe die Drohne die litauische Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad passiert und danach höchstwahrscheinlich über der Ostsee operiert. Beide Länder seien dabei, die Vorfälle gemeinsam aufzuklären. Das EU- und Nato-Land Polen ist ein wichtiger politischer und militärischer Verbündeter der von Russland angegriffenen Ukraine. Zugleich sieht es sich selbst von Moskau bedroht. Erst am Sonntag hatte ein russischer Drohnenangriff auf einen Zug von Kiew nach Warschau kurz vor der Grenze zu Polen die polnische Regierung alarmiert - Ukraine braucht Hunderte neue Lokomotiven Seit Kriegsbeginn wurden 500 Loks beschädigt oder zerstört. "Mehr als die Hälfte davon in diesem Jahr", schrieb Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Der Diplomat betonte dabei die Bedeutung der Eisenbahn für die ökonomische und soziale Stabilität der Ukraine. "Die Eisenbahn der Ukraine hält das Land in Bewegung", schrieb er. Dabei gehe es um die rasche Evakuierung von Zivilisten aus den Frontgebieten, den Transport von Getreide und anderen lebenswichtigen Gütern. Gleichzeitig appellierte er an die Unterstützerstaaten, Ersatz für die außer Betrieb gesetzten Lokomotiven in der in den Staaten der Ex-Sowjetunion üblichen Spurweite von 1.520 Millimetern zu finden. Dafür sei auch eine Finanzierung notwendig. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine hatte die ukrainische Eisenbahn 2021 etwas mehr als 1.500 Lokomotiven im aktiven Einsatz und verfügte über eine Reserve von über 220 Loks. Damit wäre fast ein Drittel der vor dem Krieg verfügbaren Triebfahrzeuge entweder beschädigt oder zerstört. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen die russische Invasion. - Ukraine meldet erfolgreichen Test neuer Drohnenabwehr-Waffe Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erfolgreich eine neue, selbst entwickelte Waffe zur Abwehr von Drohnen getestet. Bei einem Einsatz in der Nacht sei ein Treffer erzielt und eine Drohne vom Typ "Shahed" zerstört worden, sagte Selenskyj am Dienstag in seiner abendlichen Videoansprache. "Einige technische Details müssen jedoch noch verfeinert werden", erklärte er weiter. Die Arbeit an weiteren Entwicklungen werde fortgesetzt. Selenskyj zufolge wurden in der Nacht 93 Prozent aller russischen Drohnen abgefangen. "Das ist beachtlich. Aber natürlich wird mehr gebraucht", sagte er. Die Ukraine entwickelt seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 verstärkt eigene Technologien zur Drohnenabwehr und konzentriert sich dabei auf Abfangraketen als effizientes und günstigeres Mittel. Größere Schwierigkeiten haben die ukrainischen Streitkräfte jedoch bei der Abwehr russischer ballistischer Raketen. - Drohne über Litauen und Leuchtkugeln über Dänemark Kampfflugzeuge der NATO haben über Litauen nach Regierungsangaben eine Drohne abgeschossen. Das unbemannte Flugobjekt sei am Dienstag kurz nach Mitternacht von italienischen Eurofightern vom Himmel geholt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius mit. Eine russische Fregatte hat unterdessen in internationalen Gewässern vor der dänischen Küste nach Angaben aus Kopenhagen zwei Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert. Die Geschosse hätten den Helikopter am Montag knapp verfehlt, teilte das Militär des NATO-Landes mit. Der Hubschrauber sei auf einem Routineeinsatz gewesen, um die russische Fregatte zu fotografieren. Bei der Leuchtmunition handle es sich um Pyrotechnik, die auf See üblicherweise als Warnsignal genutzt werde, hieß es in der Mitteilung weiter. Wegen des Vorfalls will Dänemark den russischen Botschafter einbestellen. Dies kündigte Verteidigungsminister Jeppe Bruus im dänischen Sender TV2 an. Eine russische Stellungnahme zunächst nicht vor. "Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion", schrieb Präsident Gitanas Nauseda auf der Plattform X. "Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren NATO-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen." Es war Berichten zufolge das erste Mal, dass eine Drohne über Litauen abgeschossen wurde. Die Behörden hatte die Bevölkerung mehrerer Regionen des baltischen Landes zuvor über eine mögliche Bedrohung aus der Luft alarmiert. Genauere Angaben zur Herkunft und Typ der abgeschossenen Drohne gab es zunächst nicht. Nach Angaben des Leiters des nationalen Krisenmanagementzentrums, Vilmantas Vitkauskas, wurde die Drohne über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai abgeschossen, das rund 50 Kilometer südöstlich der zweitgrößten Stadt Kaunas liegt. Nach ersten Erkenntnissen flog die Drohne wahrscheinlich von Belarus nach Litauen ein, wie er im litauischen Rundfunk sagte. Informationen über Opfer oder Schäden gebe es bisher nicht. Im Abschussgebiet seien Trümmerteile einer Drohne gefunden worden, die nun untersucht werden. - Ukraine greift russische Anlage rotz Trump-Ansage an Die Ukraine hat in der Nacht auf Dienstag mit Drohnen eine Industrieanlage in Russland angegriffen. Dabei seien die Anlage sowie mehrere Wohngebäude in der Region Samara im Südosten des Landes beschädigt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew. Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Russland und die Ukraine wollten auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. - EU verschiebt Frist für Verlängerung von Russland-Sanktionen Die EU-Länder haben eine Frist für die Verlängerung der bestehenden Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs verschoben. Die Botschafter der 27 EU-Mitgliedstaaten vereinbarten am Montag, die eigentlich am Mittwoch fällige Verlängerung der Strafmaßnahmen um eine Woche zu verschieben. Frankreich hatte nach Angaben aus Diplomatenkreisen zuvor gefordert, den Milliardär Alischer Usmanow von der Sanktionsliste zu streichen. Die nach der russischen Vollinvasion in der Ukraine verhängten Sanktionen müssen alle sechs Monate einstimmig von den EU-Ländern verlängert werden. Die Sanktionsliste umfasst inzwischen rund 3.000 russische Einzelpersonen und Organisationen. Der russisch-usbekische Oligarch Usmanow, dem gute Beziehungen zum Kreml nachgesagt werden, steht schon seit 2022 auf der Liste. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen schloss Frankreich sich nun überraschend der Forderung der Slowakei an, den 73-jährigen ehemaligen Anteilseigner des Fußballvereins FC Arsenal von der Liste zu streichen. Frankreich nannte demnach keinen genauen Grund und verwies lediglich auf die "nationale Sicherheit". Die Financial Times berichtete, Hintergrund sei ein mögliches Abkommen über die Freilassung von Gefangenen, das mehrere in Aserbaidschan festgehaltene französische Staatsbürger betreffe. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sagte der Nachrichtenagentur AFP am Montag lediglich, in Brüssel würden derzeit "Gespräche auf technischer Ebene" geführt. Diplomaten aus mehreren EU-Ländern warnten davor, den Eindruck einer Lockerung der Russland-Sanktionen zu erwecken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte: "Es ist definitiv nicht die Zeit, Sanktionen aufzuheben" oder "russische Oligarchen vor den Sanktionen zu retten". - Selenskyj: Zu Energie-Waffenruhe unter Bedingungen bereit Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich unter Bedingungen zu einer von den USA vorgeschlagenen Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen bereit erklärt. Kiew werde einen solchen Schritt aber nur unterstützen, wenn die US-Regierung garantiere, dass Moskau den Krieg tatsächlich beenden wolle, sagte Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videobotschaft. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf Social Media erklärt, Russland und die Ukraine hätten sich darauf geeinigt, keine Energieziele des jeweils anderen mehr anzugreifen. Russland äußerte sich zunächst nicht zu Trumps Angaben. - Kampfflugzeuge schießen Drohne über Litauen ab Kampfflugzeuge der NATO haben über Litauen nach Regierungsangaben eine Drohne abgeschossen. "Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion", schrieb Präsident Gitanas Nauseda auf der Plattform X. "Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren NATO-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen." Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fühlt sich das Land in besonderem Maße bedroht. Litauens Militärgeheimdienst liegen nach Regierungsangaben Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten erwägen könnte. Die deutsche Bundeswehr baut derzeit eine deutsche Panzerbrigade in Litauen auf. Der gefechtsbereite und eigenständig handlungsfähige Kampfverband mit 4.800 Soldaten soll bis 2027 einsatzfähig sein. - Landesweiter Raketenalarm: Drei Menschen getötet In fast der gesamten Ukraine gilt nach Angaben von ukrainischen Behörden wegen russischer Angriffe Raketenalarm. In allen Regionen außer Odessa wurde der Luftalarm ausgelöst, wie die ukrainischen Behörden Dienstagfrüh mitteilten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij hatte Montagabend in seiner täglichen Fernsehansprache vor einem möglichen "massiven Schlag" der russischen Streitkräfte gewarnt. Die Behörden meldeten mittlerweile insgesamt drei Tote. Zwei Menschen wurden bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Region Poltawa getötet, wie der Leiter der ukrainischen Armeeverwaltung, Witali Djakiwnitsch, im Onlinedienst Telegram erklärte. Elf weitere Menschen seien außerdem verletzt worden. Bei dem Angriff seien Wohngebäude und ein Hotel beschädigt worden. Zudem seien Feuer ausgebrochen. In der südukrainischen Region Saporischschja wurden bei einem "massiven kombinierten Raketen- und Drohnenangriff" ein Mensch getötet und drei weitere verletzt, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram erklärte. Sechs Wohngebäude, zwei Wohnhäuser, ein Einkaufsladen, eine industrielle Infrastruktureinrichtung sowie weitere Gebäude seien bei dem Angriff beschädigt worden. - Selenskij warnt Ukrainer vor schweren Angriff Russlands Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht. Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskij demnach Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisen-Ölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre "Treffsicherheit" bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskij sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke. Ebenfalls unter Berufung auf Geheimdienstinformationen warnte Selenskij die Ukrainer davor, dass Russland einen schweren Angriff planen könne. Moskau führt seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. - Kiew: Russland verliert bei Sturmversuchen Tausende Soldaten Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen. „Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6.090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren“, teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, auf Facebook mit. Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8.700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen. Durchbrüche an der Front habe es hingegen nicht gegeben, schrieb er. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht. In den vergangenen Tagen hatten Militärbeobachter eine Aktivierung der russischen Einheiten registriert. Moskaus Truppen versuchen, die besseren Witterungsverhältnisse und das Ende der Schlammperiode für eine Ausweitung ihrer Angriffe zu nutzen. Allerdings kursieren im Internet bereits zahlreiche Videos von zerschlagenen Militärkolonnen, deren Vormarsch von Drohnen gestoppt wurde. Das russische Verteidigungsministerium seinerseits meldete die Eroberung von zwei weiteren Ortschaften im Gebiet Donezk. Nach Darstellung Moskaus verbessern die russischen Truppen ständig ihre Stellungen im Osten der Ukraine. - Russische Ostseehäfen stoppen Verladung Die russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga haben Branchenkennern zufolge nach Drohnenangriffen die Verladung von Öl und Treibstoff ausgesetzt. In Primorsk war nach Drohnenangriffen ein Treibstofftank in Brand geraten, wie der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Ob es in Ust-Luga Schäden gegeben hat, bleibt zunächst unklar. Über die beiden Häfen wird ein Großteil der russischen Öl- und Treibstoffexporte abgewickelt. Aus der Ukraine gibt es zunächst keine Stellungnahme. Das Land hat in seinem Abwehrkampf gegen Russland wiederholt Ölexportanlagen und -raffinerien angegriffen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen. - Russischer Hafen nahe Grenze zu Finnland getroffen Der russische Hafen Primorsk nahe der Grenze zu Finnland ist nach Angaben des Gouverneurs der nordwestrussischen Region Leningrad bei Drohnenangriffen beschädigt worden. Ein Treibstofftank sei beschädigt worden, wobei ein Feuer ausgebrochen sei, erklärte Regionalgouverneur Alexander Drosdenko am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand zu löschen, das Personal sei evakuiert worden, fügte er hinzu. Die russische Luftabwehr habe mehr als 50 Drohnen über der Region Leningrad zerstört. Die Bemühungen, den Angriff abzuwehren, dauerten demnach weiter an. Die Region ist kein häufiges Ziel von Angriffen im Konflikt mit der Ukraine. - Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden. Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden. Die Ukraine wehrt sich seit über vier Jahren gegen eine russische Invasion. - Zwei Frachter in Odessa bei russischem Angriff getroffen Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei unter ausländischer Flagge fahrende Handelsschiffe beschädigt worden. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem zwei Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, am Freitag weiter mit. Getroffen worden seien auch ein Getreidesilo und Verwaltungsgebäude. Die beiden zivilen Frachter unter der Flagge von Palau und Barbados hätten im Hafen gelegen und seien mit Getreide beladen gewesen. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Russland greift immer wieder die ukrainische Hafeninfrastruktur an, die auch für die weltweite Getreideversorgung wichtig ist. - Russische Zeitung: Friedensgespräche ruhen wegen Iran-Krieg Die Friedensgespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine sind einem russischen Zeitungsbericht zufolge wegen des Iran-Kriegs ausgesetzt. Das Präsidialamt in Moskau habe die Unterbrechung bestätigt, berichtete die Zeitung Iswestija am Donnerstag unter Berufung auf Regierungsvertreter. - Selenskij: Russische Offensive vereitelt Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskij gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln. "Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben", sagte Selenskij in seiner abendlichen Videoansprache am Montag. Selenskyj bedankte sich in dem Zusammenhang bei den Einheiten verschiedener Frontabschnitte für ihre Zähigkeit und ihren Durchhaltewillen. Nach Angaben unabhängiger Militärexperten ist der Vormarsch der russischen Truppen zuletzt ins Stocken geraten. An einigen Frontabschnitten, speziell im Süden des Landes, konnten die Ukrainer demnach bei Gegenangriffen sogar Territorium zurückerobern. Die Lage bleibt für die Verteidiger aufgrund des anhaltenden Soldatenmangels allerdings schwierig. - Kenianer sollen nicht mehr für Russland kämpfen Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilte dies nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert. - Kreml: Trump hat Interesse an Ukraine nicht verloren Russland weist einen Bericht der "Financial Times" zurück, wonach der Ukraine-Friedensprozess im Sande verläuft, weil US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs das Interesse an der Ukraine verliere. Man verfolge solche Berichte zwar, ziehe jedoch andere Schlüsse über Trumps Haltung zu den Verhandlungen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten. Trumps häufige Hinweise auf die Ukraine in jüngster Zeit deuteten auf das Gegenteil hin. "Nach seinen Äußerungen zu urteilen, hat Präsident Trump keineswegs das Interesse verloren." Außerdem dränge Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij nachdrücklich zu einer Einigung. Peskow fügte hinzu, Russland sei an einer Fortsetzung der Gespräche zur Beendigung des Krieges interessiert. Ort und Datum für die nächste Verhandlungsrunde seien jedoch weiterhin unklar. - Ungarn blockiert weiter Ukraine-Darlehen Bei Gesprächen der EU-Außenminister soll die Lage im Ukraine-Krieg und insbesondere die ungarische Blockade milliardenschwerer Finanzhilfen für die Ukraine besprochen werden. Auf das Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten eigentlich bereits im Dezember des vergangenen Jahres geeinigt. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. Ungarn hat nun aber ein Veto gegen einen notwendigen EU-Beschluss für das Darlehen eingelegt und will es erst zurücknehmen, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán wirft der Ukraine vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Pipeline zu verhindern. Diese führt von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Blockiert werden von Ungarn wegen des Streits auch neue EU-Russland-Sanktionen. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline geleitet werde, bekräftigte Außenminister Peter Szijjártó am Montag. - Ukrainische Luftwaffe warnt vor Drohnenschwärmen Die Behörden von Kiew meldeten einen russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt am Montag. Im Westen der Stadt seien Trümmerteile abgestürzt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Klitschko rief die Bewohner auf, in ihren Schutzräumen zu verbleiben. In der Stadt waren am helllichten Tag mehrere Explosionen zu hören, wie Augenzeugen berichteten. Luftalarm wurde ausgelöst. Angaben über etwaige Opfer oder größere Schäden lagen weder aus Moskau noch aus Kiew vor. Die ukrainische Luftwaffe schrieb im Onlinedienst Telegram von mehreren Drohnenschwärmen und mindestens einem Marschflugkörper, mit denen die Hauptstadt attackiert worden sei. Nach Angaben aus der Armee nahestehenden Telegram-Gruppen fing die Luftabwehr zwei auf Kiew zufliegende Marschflugkörper ab. Die Luftabwehr hatte zudem vor einem Objekt gewarnt, das mit hoher Geschwindigkeit aus dem an Russland grenzenden Norden des Landes auf Kiew zusteuere. - Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt Russland hat nach eigenen Angaben am Wochenende einen großen ukrainischen Luftangriff mit hunderten Drohnen auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Insgesamt seien binnen zwei Tagen etwa 250 der unbemannten Fluggeräte mit Kurs auf Moskau abgeschossen worden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur TASS Bürgermeister Sergej Sobjanin. An den Moskauer Flughäfen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde mitteilte. In der südrussischen Region Krasnodar geriet zudem nach Angaben der örtlichen Behörden ein Öldepot nach einem Drohnenangriff in Brand. Der Angriff habe sich in der Stadt Labinsk ereignet, teilten die Behörden mit. Niemand sei verletzt worden. Die Region ist regelmäßig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. So hatte die Ukraine in der vergangenen Woche eine Ölanlage nahe der Stadt Tichorezk, die Afipski-Ölraffinerie und den Hafen Kawkas angegriffen. Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Ticker überwiegend internationales Agenturmaterial. Unsere Hauptquellen sind APA (Austria Presse Agentur), Reuters und die DPA. Kommentare

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