Irankrieg: Pakistan kündigt Treffen mit Türkei, Saudi
- Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet.
- Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
- Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet.
- Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
- Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
- Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.
David Will
Pakistanischer Premier telefoniert mit Irans Präsident
Der pakistanische Premierminister Shebaz Sharif hat nach Angaben seines Büros mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gesprochen. In dem mehr als einstündigen Telefonat hätten die beiden Regierungschefs ausführlich über ein mögliches Ende des US-israelischen Krieges mit dem Iran diskutiert.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wurde Peseschkian zudem von Pakistans Außenminister Ishaq Dar und Armeechef Asim Munir über diplomatische Bemühungen informiert, die USA, mehrere Golfstaaten und andere islamisch geprägte Länder in Friedensgespräche einzubinden. Peseschkian lobte demnach die Friedensbemühungen Pakistans, betonte aber die Notwendigkeit, zunächst Vertrauen aufzubauen.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wurde Peseschkian zudem von Pakistans Außenminister Ishaq Dar und Armeechef Asim Munir über diplomatische Bemühungen informiert, die USA, mehrere Golfstaaten und andere islamisch geprägte Länder in Friedensgespräche einzubinden. Peseschkian lobte demnach die Friedensbemühungen Pakistans, betonte aber die Notwendigkeit, zunächst Vertrauen aufzubauen.
Tom-Luca Freund
Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei beraten über Irankrieg
Die pakistanische Regierung hat ein zweitägiges Außenministertreffen zum Irankrieg angekündigt. Bei den Beratungen der Außenminister Saudi-Arabiens, Pakistans, der Türkei und Ägyptens soll es ab Sonntag um eine Beendigung des Krieges und den Abbau von Spannungen in der Region gehen.
Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan soll ein Mechanismus zur Deeskalation geschaffen werden. Ziel des Treffens seien rasch "umsetzbare Schritte" zur Beendigung des Krieges.
Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan soll ein Mechanismus zur Deeskalation geschaffen werden. Ziel des Treffens seien rasch "umsetzbare Schritte" zur Beendigung des Krieges.
Tom-Luca Freund
Israels Angriffe auf den Süden Libanons gehen weiter
Israel hat seine Angriffe auf Ziele im südlichen Libanon fortgesetzt. Dabei seien Städte wie Majdal Selm, Kafra, Adlun und Tulin aus der Luft angegriffen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur. In der Stadt Nabatije seien Wohngebäude, Geschäfte und eine Tankstelle getroffen worden. Die Angriffe sollen laut Israel die "terroristische Infrastruktur der Hisbollah" treffen.
Parvin Sadigh
Radarsystem des Flughafens von Kuwait nach Drohnenangriffen beschädigt
Der internationale Flughafen von Kuwait soll Ziel mehrerer Drohnenangriffe geworden sein, die erhebliche Schäden an seinem Radarsystem verursachten. Verletzt oder getötet wurde niemand, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna.
Derweil berichtete die Nachrichtenagentur AFP von einer schweren Explosion nahe dem internationalen Flughafen von Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Irak. Ein Augenzeuge berichtete, Rauch steige auf. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der nordirakischen Stadt sind zudem Soldaten der von den USA geführten Antidschihadistenkoalition stationiert.
Derweil berichtete die Nachrichtenagentur AFP von einer schweren Explosion nahe dem internationalen Flughafen von Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Irak. Ein Augenzeuge berichtete, Rauch steige auf. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der nordirakischen Stadt sind zudem Soldaten der von den USA geführten Antidschihadistenkoalition stationiert.
Der internationale Flughafen von Kuwait nach einem Angriff auf ein Kraftstoffdepot am 25. März 2026. AFP/Getty Images
Tom-Luca Freund
Huthi-Miliz bestätigt Angriff auf Israel
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen hat bestätigt, erstmals seit Beginn des Irankriegs Raketen auf Israel gefeuert zu haben. Die israelische Armee hatte zuvor einen Angriff aus dem Jemen gemeldet.
Die Miliz begründet ihren Angriff mit den fortlaufenden Attacken auf die Infrastruktur im Iran, dem Irak, den palästinensischen Gebieten und dem Libanon. Ein Ende der Angriffe werde es erst geben, wenn die "Aggression" auf allen Fronten ende, sagte die Miliz.
Die Miliz begründet ihren Angriff mit den fortlaufenden Attacken auf die Infrastruktur im Iran, dem Irak, den palästinensischen Gebieten und dem Libanon. Ein Ende der Angriffe werde es erst geben, wenn die "Aggression" auf allen Fronten ende, sagte die Miliz.
Tom-Luca Freund
Ein Verletzter bei Drohnenangriff auf Hafen im Oman
Bei einem Drohnenangriff auf den Hafen Salalah im Oman ist mindestens ein Mensch verletzt worden. Wie die omanischen Behörden laut der amtlichen Nachrichtenagentur des Golfstaats mitteilten, ist durch die Attacke mit zwei Drohnen außerdem ein "begrenzter" Schaden an einem Kran entstanden.
Eva Casper
Thailand meldet Einigung mit Iran auf Durchfahrt von Öltankern
Thailändische Öltanker dürfen nach Angaben von Regierungschef Anutin Charnvirakul die Straße von Hormus durchqueren. Darauf habe man sich mit dem Iran geeinigt, sagte Charnvirakul vor Journalisten in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Durch diesen Schritt könne die Sorge über Ölimporte und steigende Treibstoffpreise gemindert werden.
Simon Sales Prado
Emirate melden Verletzte durch Trümmerteile
Herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten fünf Menschen verletzt. Auch Brände seien ausgelöst worden, teilte das Medienbüro des Staats mit. Demnach löschen Einsatzkräfte die Flammen im Umfeld der Wirtschaftszone Kezad.
Simon Sales Prado
Israel meldet erstmals Beschuss aus dem Jemen
Zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs hat der Jemen israelischen Angaben zufolge eine Rakete auf Israel abgefeuert. Wie die israelische Armee mitteilte, wurde ein Angriff "aus dem Jemen in Richtung der israelischen Gebiete" beobachtet. Die Luftabwehr sei im Einsatz, Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet. Erst am Freitag hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz mit einem Eingreifen ihrer Kämpfer in den Irankrieg gedroht.
Simon Sales Prado
Omid Nouripour befürchtet weitere Eskalation
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat vor einer Zunahme der Gewalt im Irankrieg gewarnt. "Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt", sagte der Grünenpolitiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Nouripour zufolge könnte der Iran mit dem Jemen die Straße von Aden schließen, eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. "Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt."
Nouripour sagte, die Machthaber im Iran hätten diesen Krieg seit Jahrzehnten vorbereitet. Die USA hingegen hätten weder zu Beginn einen Plan gehabt, noch wüssten sie jetzt, wie sie da wieder rauskommen sollen. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass "das Regime im Kern erschüttert ist", sagte Nouripour.
Nouripour sagte, die Machthaber im Iran hätten diesen Krieg seit Jahrzehnten vorbereitet. Die USA hingegen hätten weder zu Beginn einen Plan gehabt, noch wüssten sie jetzt, wie sie da wieder rauskommen sollen. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass "das Regime im Kern erschüttert ist", sagte Nouripour.
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour glaubt an eine mögliche Eskalation im Iran. Annette Riedl/dpa
Simon Sales Prado
Berichte über Explosionen in Syrien
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind in der Nacht mehrere Explosionen zu hören gewesen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei handelte es sich womöglich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, wie das Staatsfernsehen mitteilte. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.
Simon Sales Prado
Trump benennt Straße von Hormus in Rede nach sich
US-Präsident Donald Trump hat bei einer Ansprache auf einem Kongress ein Wortspiel mit der Straße von Hormus gemacht. "Sie müssen die Straße von Trump öffnen, ich meine Hormus", sagte er. Im Publikum wurde daraufhin gelacht. Trump entschuldigte sich und sprach von einem "schlimmen Fehler", spottete dann aber: "Bei mir gibt es keine Versehen – zumindest nicht viele."
US-Präsident Donald Trump hat über die Straße von Hormus gescherzt. Mark Schiefelbein/AP/dpa
Simon Sales Prado
Israel greift weitere Ziele im Iran an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Angriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran geflogen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von einer schwarzen Rauchwolke über der Stadt. Es seien etwa zehn heftige Explosionen im Osten Teherans zu hören gewesen.
Rauch über Teheran nach einer Explosion. Raghed Waked/Reuters
Simon Sales Prado
Donald Trump übt Kritik an Friedrich Merz
Der US-Präsident hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Position zum Irankrieg kritisiert. Trump zitierte Merz inkorrekt und behauptete, der Bundeskanzler habe gesagt, der Irankrieg sei "nicht unser Krieg" – tatsächlich stammt der Satz von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Wenn dem so sei, schob Trump nach, dann sei der russische Angriffskrieg auf die Ukraine auch nicht der Krieg der USA.
Bereits einige Stunden vor den Äußerungen des US-Präsidenten hatte Merz auf einer Veranstaltung gesagt, dass die Formulierung von Pistorius ihm zu einfach sei. "Natürlich sind die Folgen dieses Krieges auch Folgen, die wir zu tragen haben, sehr unmittelbar", sagte der Bundeskanzler.
Bereits einige Stunden vor den Äußerungen des US-Präsidenten hatte Merz auf einer Veranstaltung gesagt, dass die Formulierung von Pistorius ihm zu einfach sei. "Natürlich sind die Folgen dieses Krieges auch Folgen, die wir zu tragen haben, sehr unmittelbar", sagte der Bundeskanzler.
Simon Sales Prado
Mehrere US-Soldaten bei Angriff in Saudi-Arabien verletzt
Bei einem iranischen Luftangriff in Saudi-Arabien sind mindestens zwölf US-Soldaten verletzt worden. Dies teilte ein US-Beamter der Nachrichtenagentur Reuters mit. Auch das Wall Street Journal berichtete dies unter Berufung auf Vertreter der USA und Saudi-Arabiens. Mit dem Angriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges auf mehr als 300.
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