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LIVE-TICKER - Krieg in der Ukraine: Russland bombardiert gemäss Selenski die Ukraine mit Hunderten Drohnen

Krieg in der Ukraine: Russland bombardiert laut Selenski die Ukraine mit hunderten Drohnen Die wichtigsten Neuigkeiten zum Ukraine-Krieg im Überblick. Mittwoch, 13. 5. 17.08 Uhr: Russland hat laut Selenski die Ukraine mit hunderten Drohnen bombardiert Russland hat laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski am Mittwoch im Rahmen eines der längsten und grössten Angriffe des Krieges mindestens 800 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, wobei sechs Menschen getötet und Dutzende im ganzen Land verletzt wurden. Russland habe die westlichen Regionen der Ukraine ins Visier genommen, die am nächsten an den Grenzen zu den Nato-Ländern lägen, so Selenski auf der Plattform X. 10.05 Uhr: Selenski warnt vor Drohnenangriffen Russlands Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat vor Wellen russischer Drohnenangriffe im Verlauf des Tages gewarnt. Er erklärte, dass sich mehr als hundert Drohnen im ukrainischen Luftraum befänden, da Moskau seine Taktik geändert habe und zunehmend auch tagsüber angreife. «Russland setzt seine Angriffe fort und tut dies in dreister Weise – gezielt gegen unsere Eisenbahninfrastruktur und zivile Ziele in unseren Städten», schrieb Selenski auf X. Laut der ukrainischen Luftwaffe habe Russland das Land seit Dienstag (12. 5.) um 18 Uhr Ortszeit mit 139 Drohnen angegriffen, von denen 111 abgeschossen oder neutralisiert worden seien. Зараз у нашому небі більше сотні російських дронів, і протягом дня можуть бути ще хвилі дронових атак. Росія продовжує удари й робить це зухвало – цілеспрямовано проти нашої залізничної інфраструктури, проти цивільних об’єктів у містах. На жаль, після цих ударів є поранені та… pic.twitter.com/tCqlOjdE4Y — Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 13, 2026 07.52 Uhr: 286 abgefangene Drohnen und Brand in Energieanlage Das russische Verteidigungsministerium teilt laut Reuters mit, dass über Nacht 286 ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgefangen und zerstört worden seien. In der südlichen Region Krasnodar fielen zu dem nach Angaben der örtlichen Behörden Drohnentrümmer auf das Gelände einer Industrieanlage und verursachten dort einen Brand. Es wurden keine Todesopfer oder Verletzten gemeldet, und das Feuer sollte voraussichtlich innerhalb weniger Stunden gelöscht sein. 02.08 Uhr: Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff in der Ukraine Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Grossstadt Kriwi Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski verurteilte den Angriff «auf ein gewöhnliches Wohnhaus» als zynisch und militärisch sinnlos. Nach Ende der dreitägigen Waffenruhe am Montag töte Russland nun wieder Ukrainer und Ukrainerinnen. «Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen», schrieb Selenski auf der Plattform X. Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die Stärkung der Ukraine, einschliesslich der Ausweitung der Luftabwehr, «können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten». Dienstag, 12. 5. 15.11 Uhr: Russland und Ukraine schiessen wieder Nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe haben Russland und die Ukraine wieder mit gegenseitigen Drohnenangriffen begonnen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski macht Russland für das Wiederaufflammen der Kämpfe verantwortlich. «Russland hat sich dafür entschieden, die teilweise Waffenruhe zu beenden, die mehrere Tage geherrscht hat», schreibt Selenski auf X. «Über Nacht sind mehr als 200 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet worden.» Die Ukraine, schreibt Selenski, kündigt an, dies mit Gleichem zu vergelten. «Russland muss diesen Krieg beenden, und es ist Russland, das Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand machen muss.» Die ukrainische Armee startete in den frühen Morgenstunden ebenfalls Drohnenangriffe auf den russischen Rückraum. Unter anderem wurde ein Wohnhaus in Orenburg im Süden des Urals beschädigt. 11.26 Uhr: Selenski trifft Palantir-CEO Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich laut eigenen Angaben mit dem Palantir-CEO Alex Karp getroffen. Kiew setzt verstärkt auf den Einsatz künstlicher Intelligenz, um sich im Krieg gegen Russland einen Vorteil zu verschaffen. Zusammen mit Palantir hat die Ukraine ein Projekt namens «Brave1 Dataroom» ins Leben gerufen, um auf der Grundlage von Kampfdaten, die seit der gross angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022 gesammelt wurden, künstliche Intelligenz zu entwickeln. Diese soll dabei helfen, russische Drohnen abzufangen. «Heute haben Technologie, KI, Datenanalyse und die Mathematik der Kriegsführung einen direkten Einfluss auf den Ausgang auf dem Schlachtfeld», sagte Verteidigungsminister Michailo Fedorow auf Telegram nach dem Treffen mit Karp. Fedorow, der bei seiner Ernennung im Januar eine umfassende, datengesteuerte Umgestaltung des Kiewer Militärs versprochen hatte, sagte, dass mehr als hundert Unternehmen über achtzig Modelle trainieren, um Luftziele zu erkennen und abzufangen. Er fügte hinzu, dass die Ukraine im Rahmen der Zusammenarbeit mit Palantir ein System zur detaillierten Analyse von Luftangriffen entwickelt sowie KI-Lösungen für die Verarbeitung grosser Mengen an Geheimdienstdaten implementiert. «Palantir ist ein renommiertes globales Unternehmen mit grossem Potenzial, und es gibt sicherlich Bereiche, in denen wir uns gegenseitig nützlich sein können, um die Verteidigung der Ukraine, Amerikas und unserer Partner zu stärken», sagte Selenski auf X. Selenski fügte hinzu, dass sie Bereiche der technologischen Entwicklung besprochen hätten, sowohl im Zusammenhang mit Kampfhandlungen als auch mit zivilen Bedürfnissen. A good meeting with the CEO of Palantir Technologies, Alex Karp. Step by step, we are developing cooperation with the American defense sector. Palantir is a renowned global company with strong potential, and there certainly are areas where we can be useful to one another,… pic.twitter.com/glMXHoXbfI — Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 12, 2026 10.24 Uhr: Andri Jermak wegen Geldwäscherei angeklagt Die ukrainische Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft hat den früheren Stabschef von Präsident Wolodimir Selenski, Andri Jermak, wegen mutmasslicher Geldwäscherei angeklagt. Laut dem «Kyiv Independent» soll der Fall mit dem Bau einer luxuriösen Wohnanlage ausserhalb Kiews zusammenhängen. Über ein Netz von Scheinfirmen, Bargeldtransaktionen und fingierten Dokumenten sollen mehr als 460 Millionen Hrywna – rund 7 Millionen Franken – verschoben worden sein. Jermak bestreitet, Immobilien zu besitzen. Selenski hat sich bisher nicht offiziell geäussert. Jermak war im November zurückgetreten. Der Leiter der Präsidialverwaltung galt als graue Eminenz der ukrainischen Politik. Trotz heftiger Kritik hielt Präsident Selenski lange an seinem engsten Vertrauten fest. 05.37 Uhr: Deutschland finanziert militärisches Ausbildungszentrum in der Ukraine Deutschland beteiligt sich mit mehr als 10 Millionen Euro an einer EU-Initiative zum Aufbau militärischer Ausbildungszentren in der Ukraine. Mit dem Beitrag finanziere die Bundesrepublik die Infrastruktur für eine komplette Einrichtung, teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit. Dies sei eine von mehreren Massnahmen zur künftigen Abschreckung – auch nach einem möglichen Friedensschluss mit Russland, sagte Pistorius. Bislang seien fast 27 000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet worden. 04.34 Uhr: Waffenruhe beendet – Ukraine meldet Drohnenangriffe Nur wenige Stunden nach dem Ende einer befristeten Waffenruhe hat Russland die Ukraine gemäss ukrainischen Angaben erneut massiv angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete in der Nacht Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Kiew und weitere Städte wie Saporischja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumi im Norden und Mikolajiw im Süden seien betroffen. Kiews Militärverwalter Timur Tkatschenko schrieb auf Telegram, in der Hauptstadt seien Drohnentrümmer auf das Dach eines zwanzigstöckigen Wohnhauses gefallen. Über Verletzte und das Ausmass der Schäden gab es bisher keine Informationen. Die Zeitung «Kyiv Independent» berichtete über Explosionen. Die seit Samstag geltende Waffenruhe war in der Nacht ausgelaufen. Beide Seiten verzichteten in dieser Zeit weitgehend auf Luftangriffe. Sie berichteten aber von vielen Verstössen des Gegners am Boden, auf die jeweils reagiert worden sei. Montag, 11. 5. 21.40 Uhr: Russland hat im Krieg gegen die Ukraine laut einem unabhängigen Bericht über 300 000 Soldaten verloren Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 sind mindestens 352 000 russische Soldaten zwischen 18 und 59 Jahren ums Leben gekommen. Das geht aus einem Bericht unabhängiger russischer Medien hervor. Der gemeinsame Bericht wurde von den unabhängigen russischen Online-Medien «Mediazona» und «Medusa» veröffentlicht. Die Schätzung basiert auf Daten aus Russlands öffentlich zugänglichem Nachlassregister, das Erbschaftsfälle erfasst. Die beiden Medien haben zusammen mit dem russischsprachigen Dienst des britischen öffentlich-rechtlichen Senders «BBC News Russian» zudem eine verifizierte Datenbank russischer Kriegstoter erstellt. Der ukrainische Generalstab hatte am Morgen seine eigenen Zahlen zu den russischen Verlusten veröffentlicht. Er geht von deutlich höheren Zahlen als im Bericht von «Mediazona» und «Medusa» aus. Russland hat laut der Ukraine seit Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 rund 1,3 Millionen Soldaten verloren. Die Zahlen sind allerdings nicht unabhängig überprüfbar. 14.36 Uhr: neue EU-Sanktionen gegen die Verantwortlichen von Kinderdeportationen Die EU hat neue Sanktionen gegen Verantwortliche des russischen Programms zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder beschlossen. Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, richten sich die Strafmassnahmen gegen sechzehn Personen sowie sieben Organisationen. Betroffene Vermögenswerte in der EU werden eingefroren, zudem gelten Einreise- und Durchreiseverbote. Mit Sanktionen belegt wurden unter anderem die Leiterin eines Lagers für ukrainische Minderjährige sowie Einrichtungen, denen die EU ideologische Indoktrination, «Russifizierung» und militarisierte Erziehung von Kindern vorwirft. Laut Angaben der EU-Kommission wurden seit Beginn der russischen Invasion 2022 schätzungsweise 20 000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele hätten ihre Identität und Staatsbürgerschaft wechseln müssen und seien zur Adoption freigegeben worden. Laut ukrainischen Behörden konnten bisher nur rund 2100 Kinder zurückgebracht werden. Der deutsche Europa-Staatsminister Gunther Krichbaum sprach am Rande des EU-Aussenministertreffens in Brüssel von einer «humanitären Katastrophe». Die tatsächliche Zahl der verschleppten Kinder könnte deutlich höher liegen, da auch Minderjährige aus Kinderheimen weggebracht worden seien, sagte der CDU-Politiker. 12.02 Uhr: Finnlands Präsident rät zu direkten Gesprächen mit Moskau Bezüglich des Ukraine-Kriegs rät Finnlands Präsident Alexander Stubb zu direkten Gesprächen mit Russland. «Es ist Zeit, Gespräche mit Russland aufzunehmen. Wann es dazu kommen wird, weiss ich nicht», sagte er der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» in einem Interview. Am wichtigsten sei die Abstimmung aller untereinander, insbesondere zwischen Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Polen sowie den nordischen und baltischen Staaten mit einer Grenze zu Russland, führte Stubb aus. «Ob es dann ein Sonderbeauftragter oder eine Gruppe von Staats- und Regierungschefs sein wird, werden wir sehen.» Stubb sagte: «Ich glaube, dass die Möglichkeit eines Friedens zumindest für dieses Jahr nicht auf dem Tisch liegt.» 09.45 Uhr: Kallas lehnt Schröder als europäischen Verhandlungsführer ab Die Aussenbeauftragte der Europäischen Union, Kaja Kallas, hat einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin zurückgewiesen, wonach der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder Europa bei künftigen Gesprächen mit Moskau über europäische Sicherheitsvereinbarungen vertreten könnte. «Wenn wir Russland das Recht einräumen, einen Verhandlungsführer in unserem Namen zu benennen, wäre das, wie Sie wissen, nicht sehr klug», sagte Kallas gegenüber Reportern. Sonntag, 10. 5. 19.35 Uhr: Selenski meldet Missachtung von Waffenruhe Trotz einer momentan geltenden Feuerpause setzen russische Truppen laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski Angriffe «in den für sie entscheidenden Richtungen» fort. In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenski, dass Russland in den vergangenen 24 Stunden rund hundertfünfzig Angriffsaktionen gestartet habe. «An der Front hält sich die russische Armee nicht an die Waffenruhe und versucht es auch nicht besonders.» Auch das russische Militär wirft der Gegenseite fortwährende Provokationen und Angriffe vor. Unter anderem sollen in Belgorod vier Personen durch nicht näher beschriebene ukrainische Angriffe verletzt worden sein. Eine unabhängige Überprüfung dieser mutmasslichen Verstösse war nicht möglich. Nach Vermittlung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump hatten sich Russland und die Ukraine wegen der Feierlichkeiten in Russland zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg auf eine dreitägige Feuerpause geeinigt. Die Vereinbarung gilt bis inklusive Montag. Sollte Russland dann beschliessen, «zu einem umfassenden Krieg zurückzukehren», werde die Ukraine umgehend reagieren und in gleicher Weise antworten. Selenski bestätigte den von den USA vermittelten Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen mit Russland. «Der Gefangenenaustausch – tausend gegen tausend – wird vorbereitet und soll stattfinden», sagte Selenski. Die russische Seite habe bereits eine Liste mit den Namen erhalten. Am Vorabend hatte der Kremlchef Wladimir Putin behauptet, von Kiew noch keine Antwort auf den erwarteten Austausch erhalten zu haben. 18.25 Uhr: EU will Druck wegen Deportation ukrainischer Kinder erhöhen Die Aussenministerinnen und Aussenminister der EU-Staaten wollen an diesem Montag bei einem Treffen in Brüssel weitere Sanktionen gegen russische Verantwortliche für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder verhängen. Betroffen sein sollen mehr als zwanzig Personen und Organisationen. Die Sanktionsbeschlüsse bedeuten, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot. Am Rande des Aussenministertreffens findet zudem ein Treffen der internationalen Koalition für die Rückkehr ukrainischer Kinder statt, zu dem auch der ukrainische Aussenminister Andri Sibiha erwartet wird. Seit Beginn der grossangelegten Invasion Russlands in der Ukraine im Jahr 2022 wurden laut Angaben der EU-Kommission schätzungsweise 20 000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele mussten Identität und Staatsbürgerschaft wechseln und wurden zur Adoption freigegeben. Trotz internationaler Bemühungen konnten bislang nur etwa 2100 Kinder zurückgebracht werden. 15.20 Uhr: Laut einem Bericht werden Witkoff und Kushner Moskau bald besuchen Der Kreml erwartet nach der amerikanischen Vermittlung einer dreitägigen Waffenruhe nun auch eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine. «Schon ziemlich bald» kämen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen wieder nach Moskau, sagte der für die Verhandlungen zuständige Kreml-Beauftragte Juri Uschakow dem russischen Staatsfernsehen. Ein Datum nannte er nicht. Uschakow erklärte, dass durch mehrfache und «nicht einfache» telefonische Kontakte mit der US-Seite die noch bis diesen Montag laufende Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew erreicht worden sei. Uschakow wiederholte, dass Russland zur Beendigung des Krieges bereit sei, wenn die Ukraine ihre Streitkräfte aus dem Donbass abziehe. «Sie wissen in der Ukraine, dass sie das tun müssen – und sie werden es früher oder später ohnehin machen», sagte Uschakow. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte diese Bedingung Moskaus stets kategorisch abgelehnt. Dabei geht es vor allem um das Gebiet Donezk, das Russland grösstenteils besetzt hat. Moskaus Truppen gelingt es bis jetzt nicht, in die für Kiew strategisch wichtigen Städte wie Kramatorsk und Slowjansk vorzudringen. Selenski weist die Kreml-Forderung zurück, die Städte kampflos aufzugeben. 8.30 Uhr: Putin bringt Altbundeskanzler Schröder als Vermittler ins Gespräch Der Kremlchef Wladimir Putin hat den seit langem mit ihm befreundeten Altbundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine vorgeschlagen. Obwohl sich die USA um Vermittlung bemüht hätten, könne er sich von europäischer Seite den früheren SPD-Chef als Vermittler vorstellen, sagte Putin am Abend bei einer ausserordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau. «Von allen europäischen Politikern würde ich Schröder für Gespräche bevorzugen.» Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. «Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.» Samstag, 9. 5. 21.16 Uhr: Putin sieht baldiges Ende des Ukraine-Konflikts Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte am Samstag vor Journalisten, er glaube, dass die Angelegenheit im Ukraine-Krieg zu Ende gehe. Die russische Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 hatte die schwerste Krise im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen seit der kubanischen Raketenkrise 1962 ausgelöst. Damals fürchteten viele Menschen einen drohenden Atomkrieg. Laut einem Bericht der «Financial Times» bereiten sich die Spitzen der EU auf potenzielle Gespräche vor. Der Kreml hatte bereits vergangene Woche mitgeteilt, dass der erste Schritt von den europäischen Regierungen kommen müsse, da diese den Kontakt nach dem Kriegsbeginn 2022 abgebrochen hätten. 14.21 Uhr: Russland und die Ukraine werfen sich Verstösse gegen die Waffenruhe vor Das russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine Verstösse gegen die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump vermittelte Waffenruhe vorgeworfen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten ungeachtet der Vereinbarung mit Drohnen und Artillerie russische Positionen und auch zivile Objekte angegriffen, teilte das Ministerium laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. Betroffen gewesen seien unter anderem die Gebiete Kaluga, Tula, Smolensk, Kursk, Brjansk und Belgorod sowie im Süden die Teilrepublik Tschetschenien und die Regionen Stawropol und Krasnodar. Eine Bestätigung dafür von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht. Allerdings hat auch der ukrainische Generalstab nach Beginn der Waffenruhe Angriffe von russischer Seite vor allem in den umkämpften Regionen im Donbass beklagt. Die Rede war von 45 Attacken bis zum frühen Morgen. Freitag, 8. 5. 20.20 Uhr: Trump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland Der amerikanische Präsident Donald Trump hat laut eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab Samstag geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von tausend Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. «Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage vom 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden», sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen. Ukrainian President Zelensky confirms intent to hold a major prisoner swap with Russia in the coming days, says the ceasefire should also be in force from May 9 to May 11. — Status-6 (War & Military News) (@Archer83Able) May 8, 2026 "Red Square is less important to us than the lives of Ukrainian prisoners who can be returned home,"… https://t.co/Z5HmbJnFFN pic.twitter.com/G5tIo01ZTR Russland habe der Initiative von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, vom 9. bis zum 11. Mai einen Waffenstillstand mit der Ukraine zu vereinbaren und in diesem Zeitraum einen Gefangenenaustausch mit Kiew durchzuführen, erklärte der Kreml-Berater Juri Uschakow am Freitag. 15.40 Uhr: Waldbrand in der Sperrzone um Tschernobyl In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Vortag durch zwei russische Drohnen ausgelöst worden, teilte die Zonenverwaltung mit. Die Brandfläche werde auf mehr als 1100 Hektaren geschätzt. Trockenes Wetter, starker Wind und Minengefahr erschweren laut der Verwaltung die Löscharbeiten. Das ukrainische Innenministerium teilte mit, dass die Strahlenbelastung am Vormittag im Normbereich gelegen habe. Am 26. April 1986 geriet in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl ausser Kontrolle, und es trat der grösste anzunehmende Unfall (GAU) ein. 40 Jahre nach der Katastrophe: Der Krieg bringt Tschernobyl erneut in Gefahr 8.16 Uhr: Die Ukraine greift mehrere Ziele in Russland an In der Nacht hat Kiew mehrere Ziele in der südrussischen Region Rostow angegriffen, wie der Gouverneur der Region mitteilt. Bei den Angriffen seien in mehreren Städten Einschläge registriert worden, es gebe Schäden an Wohnhäusern, und ein Lastwagen sei beschädigt. Tote oder Verletzte hat es laut dem Gouverneur keine gegeben. Die ukrainische Seite bestätigt die Angriffe. Wegen der Angriffe seien derzeit dreizehn Flughäfen im Süden von Russland vorübergehend geschlossen. 8.09 Uhr: Kiew greift russische Ölanlage an Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht auf Freitag eine russische Ölanlage in Jaroslawl, mehr als 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, angegriffen, wie der ukrainische Präsident Selenski auf Telegram mitteilt. Er sprach von einer Reaktion auf die russischen Angriffe «auf unsere Städte und Dörfer». Donnerstag, 7. 5. 20.19 Uhr: Moskau bekräftigt einseitig ausgerufene Waffenruhe Moskau hat seine einseitig ausgerufene Waffenruhe bekräftigt. Entsprechend der Entscheidung des Kremlchefs Wladimir Putin erkläre Russland über die Tage zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Nazideutschland von 0 Uhr am Freitag (Ortszeit) bis zum 10. Mai eine Waffenruhe, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. In dem Zeitraum würden russische Truppen die Kampfhandlungen vollständig einstellen. Gleichzeitig wiederholt Moskau seine Drohung, mit einem massiven Angriff auf das Zentrum von Kiew zu reagieren, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten in Moskau zu stören. Das Ministerium ruft erneut ausländische Diplomaten und Zivilisten auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Moskau feiert traditionell am 9. Mai den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland auch mit einer Militärparade auf dem Roten Platz. Anlässlich der Feierlichkeiten hatte Russland einseitig eine Waffenruhe für Freitag und Samstag erklärt, worauf Kiew wiederum mit dem Vorstoss einer einseitig ausgerufenen Feuerpause schon ab Mittwoch reagierte. Die Ukraine gab diese nach einem Tag wieder auf und reagierte auf fortdauernde russische Attacken mit einem ihrer bisher grössten Drohnenangriffe. 17.30 Uhr: Die Ukraine meldet Beschuss von russischem Raketenkreuzer Das ukrainische Militär hat laut eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen. Getroffen worden sei eine Korvette der Karakurt-Klasse, die auch Marschflugkörper vom Typ Kalibr abschiessen könne, teilt der Generalstab in Kiew auf Facebook mit. Das Ausmass der Beschädigungen sei noch unklar. Dazu stellt das Militär eine Wärmebildaufnahme des Schiffs bereit, die anscheinend von der angreifenden Drohne stammt. Der Standort der Korvette war offenbar die Grossstadt Kaspisk in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden. Die Ukraine hat in letzter Zeit mehrfach den Beschuss russischer Kriegsschiffe gemeldet. Neben Einheiten der Schwarzmeerflotte traf es auch Kriegsgerät der russischen Ostseeflotte. 15.17 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff trotz Waffenruhe – auch Russland greift weiter an Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, über Nacht seien 347 feindliche Drohnen abgefangen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar; es ist aber eine der höchsten je gemeldeten Zahlen. Betroffen waren fast alle Regionen in West- und Zentralrussland. Ein Angriffsziel lag nach übereinstimmenden Berichten beider Seiten in der Stadt Perm am Ural. Die Stadt liegt 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski rechtfertigt die Angriffe, die trotz der einseitig durch die Ukraine erklärten Feuerpause geflogen wurden. «Wir haben eine Waffenruhe ab Mitternacht des 6. Mai vorgeschlagen», schreibt er in den sozialen Netzwerken. «Gestern und heute ist diese Waffenruhe von Russland gebrochen worden. Die spiegelbildliche Reaktion auf die russischen Angriffe sind unsere Langstreckensanktionen» – gemeint sind Drohnenangriffe auf das russische Hinterland. Wie am Mittwoch griff die russische Armee laut Angaben des Kiewer Militärs auch in der Nacht zum Donnerstag mit Kampfdrohnen an. Die ukrainische Luftwaffe ortete 102 russische Drohnen, von denen 92 abgefangen worden seien. Einschläge habe es an sechs Stellen gegeben. Verletzte wurden unter anderem aus Charkiw und Cherson gemeldet. Die Angriffe zogen sich bis in den Vormittag. Auf die Grossstadt Dnipro wurde eine ballistische Rakete abgefeuert. Mittwoch, 6. 5. 21.10 Uhr: Russland warnt diplomatische Vertretungen in Kiew Das russische Aussenministerium hat diplomatische Vertretungen angewiesen, ihr Personal aus Kiew zu evakuieren. Die Warnung gilt für den Fall, dass die Ukraine die Feierlichkeiten zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai stören und Moskau mit einem Grossangriff reagieren sollte. «Das russische Aussenministerium fordert die Behörden Ihres Landes nachdrücklich auf, . . . diese Erklärung mit grösster Verantwortung zu behandeln und die rechtzeitige Evakuierung des Personals diplomatischer und anderer Vertretungen aus der Stadt Kiew sicherzustellen, da ein Vergeltungsschlag der russischen Streitkräfte gegen Kiew unvermeidlich ist», sagte die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, in einem auf Telegram veröffentlichten Video. 16.40 Uhr: Ukraine bekommt beschlagnahmte Millionen aus Ungarn zurück Die Ukraine hat laut Angaben von Präsident Wolodimir Selenski beschlagnahmtes Bargeld in Millionenhöhe von Ungarn zurückbekommen. Selenski sprach in sozialen Netzwerken von einem «wichtigen Schritt in den Beziehungen zu Ungarn». Anfang März hatten ungarische Sicherheitskräfte einen routinemässigen Geldtransport zwischen Österreich und der Ukraine auf ihrem Gebiet gestoppt. 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie 9 Kilogramm Gold wurden beschlagnahmt. Das Geld war für die ukrainische Oschadbank bestimmt. Die ungarischen Behörden sprachen in diesem Fall von «Geldwäsche», legten aber zu keinem Zeitpunkt Belege vor, die diesen Verdacht erhärtet hätten. Sieben ukrainische Begleiter des Transports wurden festgehalten, später aber in die Ukraine entlassen. Auch die beiden Transportfahrzeuge wurden der Ukraine übergeben. 15.28 Uhr: Einseitig ausgerufene Feuerpause – Kiew kritisiert Moskau Nach Beginn der einseitig von Kiew ausgerufenen Waffenruhe erhebt die Ukraine Vorwürfe gegen Moskau. Präsident Wolodimir Selenski warf Russland vor, die von ihm verkündete Waffenruhe zu ignorieren. Der Kreml hat sich zu dem Vorhaben bisher nicht geäussert, aber zuvor selbst eine Feuerpause festgelegt, die jedoch erst später beginnen soll. Selenski sprach von mehr als 1800 festgestellten Verstössen innerhalb der ersten zehn Stunden. Die russische Seite habe die Waffenruhe gebrochen, schrieb er in sozialen Netzwerken. Die Reaktion der Ukraine darauf liess Selenski zunächst offen. Am Abend solle auf Grundlage von Berichten der Armee und des Militärgeheimdienstes über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die Ukraine hatte den Beginn der Waffenruhe auf 0 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23 Uhr MESZ) festgesetzt und gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite sich nicht daran halten sollte. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe nur für Freitag und Samstag angeordnet – Anlass sind die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai. 8.49 Uhr: Kiew wirft Russland Verletzung der Waffenruhe vor Rettungskräfte versorgen in Saporischja Verletzte. Nach Angriffen auf Charkiw, Saporischja und die Region Sumi in der Nacht wirft Kiew Moskau vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Der ukrainische Aussenminister Andri Sibiha schrieb auf X, Russland habe die um Mitternacht initiierte Waffenruhe verletzt. Bei einem Angriff auf die Region Sumi ist laut Angaben des Militärgouverneurs der Region bei einem Angriff auf ein ziviles Auto eine Frau getötet worden. Der Fahrer des Autos sei verletzt ins Spital gebracht worden. Mit Agenturmaterial.

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