Iran-News heute: Was ein Kriegseintritt der Huthis bedeuten würde
live •Krieg in Nahost Was ein Kriegseintritt der Huthis bedeuten wГјrde
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat zum ersten Mal im aktuellen Krieg Israel angegriffen. Das könnte gravierende Folgen haben, auch für den Ölpreis. Und: Der Bundeskanzler kritisiert den US-Präsidenten ungewöhnlich scharf. Die Liveanalyse.
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Гњberblick: Das ist die aktuelle Lage in NahostВ
- Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eine ballistische Rakete auf Israel abgefeuert – erstmals seit Beginn des aktuellen Krieges.
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den US-PrГ¤sidenten Donald Trump ungewГ¶hnlich scharf kritisiert. Er wirft Trump eine В»massive EskalationВ« vor, die bedrohlich sei В»fГјr uns alleВ«.В
- Die AuГџenminister der G7-Staaten haben mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie fГјr ein Ende des Irankriegs gerungen. Johann Wadephul (CDU) hat angekГјndigt, dass Deutschland nach Ende der KГ¤mpfe helfen kГ¶nnte, die StraГџe von Hormus zu sichern.В
- Proiranische Hacker haben offenbar das E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt und private Fotos von ihm im Netz geteilt.
- Iranische Staatsmedien berichten von zwei Angriffen auf Nuklearanlagen, radioaktives Material trete nicht aus. Israels Armee hat die Angriffe bestätigt.
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- SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die Weltwirtschaft
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рџ“ЊKurzanalyse: Tritt die jemenitische Huthi-Miliz in den Krieg ein?В
Die von Iran unterstГјtzte Huthi-Miliz hat am Samstagmorgen erstmals seit Beginn des aktuellen Krieges eine ballistische Rakete auf Israel abgefeuert. Die israelische Luftabwehr fing den Angriff ab; es gab keine Verletzten.В
Die jemenitische Miliz hatte ihre Angriffe auf Israel seit Oktober 2025 eingestellt, als die Waffenruhe in Gaza in Kraft trat. Sie drohte aber bereits seit dem ersten Tag des US-israelischen Angriffs auf Iran mit erneuter Eskalation. Die Huthi sind der am wenigsten durch US-amerikanische und israelische Militärschläge geschwächte Teil der iranischen »Achse des Widerstands« – und zugleich der unberechenbarste.
Die jemenitische Miliz hatte ihre Angriffe auf Israel seit Oktober 2025 eingestellt, als die Waffenruhe in Gaza in Kraft trat. Sie drohte aber bereits seit dem ersten Tag des US-israelischen Angriffs auf Iran mit erneuter Eskalation. Die Huthi sind der am wenigsten durch US-amerikanische und israelische Militärschläge geschwächte Teil der iranischen »Achse des Widerstands« – und zugleich der unberechenbarste.
Huthi-Anhänger bei einem Protest gegen den Krieg in Iran. Foto: Khaled Abdullah / REUTERS
Militärisch ist der Raketenangriff von begrenzter Bedeutung. Strategisch gewichtiger ist, was folgen könnte: Wenn die Huthis mit ihren Raketen die Schifffahrt in der Meerenge von Bab al-Mandab blockieren und den saudi-arabischen Hafen Yanbu angreifen, könnten sie Saudi-Arabiens letzten funktionierenden Ölexportweg lahmlegen.
Riad leitet seit Kriegsbeginn Rohöl über die 1200 Kilometer lange Pipeline zum Roten-Meer-Terminal Yanbu um – als Notlösung, weil Iran die Straße von Hormus faktisch geschlossen hat.
Riad leitet seit Kriegsbeginn Rohöl über die 1200 Kilometer lange Pipeline zum Roten-Meer-Terminal Yanbu um – als Notlösung, weil Iran die Straße von Hormus faktisch geschlossen hat.
Das könnte die Ölpreise weiter in die Höhe treiben: Ein Angriff auf saudi-arabische Infrastruktur könnte zudem den Druck auf Riad erhöhen, selbst in den Krieg einzutreten.​​​​​​​​​​​​​​​​
Der Angriff kam nicht überraschend: Bereits am Freitag hatte Huthi-Sprecher Brigadegeneral Yahya Saree in einer vorab aufgezeichneten Erklärung mehrere Szenarien für einen direkten Kriegseintritt benannt. Am Samstagmorgen bestätigte die Miliz den Angriff. Was der einzelnen Rakete folgen wird, muss sich erst noch zeigen.
Der Angriff kam nicht überraschend: Bereits am Freitag hatte Huthi-Sprecher Brigadegeneral Yahya Saree in einer vorab aufgezeichneten Erklärung mehrere Szenarien für einen direkten Kriegseintritt benannt. Am Samstagmorgen bestätigte die Miliz den Angriff. Was der einzelnen Rakete folgen wird, muss sich erst noch zeigen.
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Irak: Drohne auf Г–lfeld abgestГјrzt
Am Morgen ist laut dem irakischen Verteidigungsministerium eine Drohne auf dem irakischen Majnoon-Ölfeld in der Provinz Basra abgestürzt. Sie sei jedoch nicht explodiert, es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Das Ölfeld zählt zu den größten des Landes.
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Berichte: GesprГ¤ch zwischen Pakistans Premierminister und Irans PrГ¤sidentВ
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif soll ein einstündiges Telefonat mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian geführt haben. Das berichten der US-Sender CNN und die Nachrichtenagentur Reuters.
Ab Sonntag empfängt Pakistan die Außenminister von Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten zu Gesprächen über den Irankrieg. Während des zweitägigen Austauschs wolle man »eingehende Diskussionen über eine Reihe von Themen führen, darunter Bemühungen zur Deeskalation der Spannungen in der Region«, teilt das pakistanische Außenministerium mit. Zuletzt hatte Pakistan sich als möglichen Ort für Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten positioniert.
Ab Sonntag empfängt Pakistan die Außenminister von Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten zu Gesprächen über den Irankrieg. Während des zweitägigen Austauschs wolle man »eingehende Diskussionen über eine Reihe von Themen führen, darunter Bemühungen zur Deeskalation der Spannungen in der Region«, teilt das pakistanische Außenministerium mit. Zuletzt hatte Pakistan sich als möglichen Ort für Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten positioniert.
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Leseempfehlung: Warum die Huthis fГјr Iran wichtiger denn je sind
Iran hat noch eine Trumpfkarte, hat mein Kollege Fritz Schaap kГјrzlich geschrieben: die Huthi-Miliz. Lesen Sie hier seine Analyse, was ein Eingriff der Miliz bedeuten wГјrde, fГјr den Frachtverkehr, fГјr Saudi-Arabien und fГјr Israel.
Huthi-Anhänger mit einem Porträt ihres Anführers Abdul Malik al-Huthi. Foto: Mohammed Huwais / AFP
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Internationaler Flughafen in Kuwait bei Drohnenattacke getroffen
Ein Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait hat zu schweren Schäden geführt. Die amtliche Nachrichtenagentur des Golfstaats berichtet unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, bei dem Angriff sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.
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Huthi-Miliz bekennt sich zu Raketenangriff auf Israel
Die jemenitischen Huthi-Miliz meldet einen Angriff auf israelische Militärstützpunkte im Süden des Westjordanlandes. Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete entdeckt zu haben.
In einer Erklärung der Huthi-Miliz heißt es laut Al Jazeera, die Operation werde fortgesetzt, »bis die Aggression gegen alle Fronten des Widerstands aufhört«.
In einer Erklärung der Huthi-Miliz heißt es laut Al Jazeera, die Operation werde fortgesetzt, »bis die Aggression gegen alle Fronten des Widerstands aufhört«.
Israelische Armee meldet ersten Raketenbeschuss aus dem Jemen seit Beginn Irankrieges
Erstmals seit Beginn des Irankrieges hat der Jemen israelischen Angaben zufolge eine Rakete auf Israel abgefeuert. Wie die israelische Armee am Samstag mitteilte, wurde »der Abschuss einer Rakete aus dem Jemen in Richtung der israelischen Gebiete festgestellt«. Die Flugabwehr sei im Einsatz. Israelischen Medienberichten zufolge konnte die Rakete mutmaßlich abgefangen werden. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet.
Am Freitag hatte die Huthi-Miliz mit einem Eingreifen seiner KГ¤mpfer in den Irankrieg gedroht. Die von Iran unterstГјtzte Miliz ist wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen В»Achse des WiderstandsВ«. Deren erklГ¤rtes Ziel ist die Vernichtung Israels.В
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Weltmarktpreis fГјr MineraliendГјnger um В»30 bis 40 ProzentВ« gestiegen
Führt der Irankrieg zu steigenden Preisen für Lebensmittel? Seit Jahresbeginn sei Mineraliendünger auf dem Weltmarkt rund 30 bis 40 Prozent teurer, sagt Philipp Spinne, Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV). Damit sei eine ähnliche Situation eingetreten wie im Februar 2022. Damals hatte Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen.
Viele Landwirte haben ihren DГјnger fГјr das FrГјhjahr jedoch bereits vor Beginn des Irankriegs gekauft, wie ein Sprecher des Bayerischen Bauernverbands sagt. Doch sollte der Krieg lang dauern, werden die Produktionskosten der deutschen Landwirte voraussichtlich steigen und damit auch die Erzeugerpreise.
Viele Landwirte haben ihren DГјnger fГјr das FrГјhjahr jedoch bereits vor Beginn des Irankriegs gekauft, wie ein Sprecher des Bayerischen Bauernverbands sagt. Doch sollte der Krieg lang dauern, werden die Produktionskosten der deutschen Landwirte voraussichtlich steigen und damit auch die Erzeugerpreise.
Landwirt dГјngt Getreidefeld. Foto: IMAGO / Countrypixel
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Golfstaaten melden weiterhin Angriffe
In Oman ist bei einem Drohnenangriff ​auf den Hafen von Salalah ein Arbeiter verletzt worden. Zudem sei ein Kran leicht beschädigt ‌worden laut der Regierung des Sultanats auf der Arabischen Halbinsel.
In Abu Dhabi verletzten herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete fünf Menschen und lösten zwei Brände ​aus. Das teilt das Medienbüro des Emirats mit.
In Abu Dhabi verletzten herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete fünf Menschen und lösten zwei Brände ​aus. Das teilt das Medienbüro des Emirats mit.
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Berichte: ZwГ¶lf verletzte US-Soldaten nach Angriff in Saudi-ArabienВ
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien sind zwölf US-Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen ‌schwer. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die »New York Times« unter Berufung auf US-Offizielle.
Damit steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges gegen Iran ‌am 28. Februar auf mehr ​als 300, berichtet Reuters. In dem Konflikt sind bislang 13 US-Soldaten ums Leben gekommen.
Damit steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges gegen Iran ‌am 28. Februar auf mehr ​als 300, berichtet Reuters. In dem Konflikt sind bislang 13 US-Soldaten ums Leben gekommen.
US-Zeitung berichtet von Verletzten nach iranischem Angriff in Saudi-Arabien
Zehn US-Einsatzkräfte sind nach einem Bericht des »Wall Street Journals« bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete.
Der LuftwaffenstГјtzpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-MilitГ¤r genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschГ¤digt. Der StГјtzpunkt war seit Beginn des Irankriegs immer wieder Ziel von Angriffen.В
Der LuftwaffenstГјtzpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-MilitГ¤r genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschГ¤digt. Der StГјtzpunkt war seit Beginn des Irankriegs immer wieder Ziel von Angriffen.В
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Merz wirft Trump В»massive EskalationВ« vorВ
Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump ungewohnt deutlich für sein Vorgehen im Irankrieg kritisiert. »Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang«, sagte Merz auf dem »FAZ-Kongress«. »Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.«
Bundeskanzler Friedrich Merz. Foto: Hannes P. Albert / dpa
Über sein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche sagte Merz, es sei »nicht ohne Widersprüche« gewesen. Trump soll mehrmals gesagt haben, er brauche die Nato nicht. Der Kanzler habe zum US-Präsidenten gesagt: »Wenn du willst, dass wir helfen, dann frag uns bitte vorher.« Zuletzt hatte der US-Präsident Friedrich Merz und die deutsche Regierung für ihre Haltung im Irankrieg kritisiert.
Sollte es zu einem Waffenstillstand kommen, habe Merz den Vereinigten Staaten jedoch Hilfe angeboten – beispielsweise auch eine militГ¤rische Absicherung der StraГџe von Hormus gemeinsam mit anderen LГ¤ndern.В
Sollte es zu einem Waffenstillstand kommen, habe Merz den Vereinigten Staaten jedoch Hilfe angeboten – beispielsweise auch eine militГ¤rische Absicherung der StraГџe von Hormus gemeinsam mit anderen LГ¤ndern.В
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Thailändische Tanker dürfen Straße von Hormus passieren
Laut Regierungschef Anutin Charnvirakul hat sich Thailand mit dem Iran auf die Durchfahrt seiner Öltanker durch die Straße von Hormus geeinigt. Durch die Einigung werde »thailändischen Öltankern eine sichere Durchfahrt« ermöglicht, sagt Charnvirakul. So könne die Sorge über Ölimporte und steigende Treibstoffpreise gemindert werden.
Viele asiatische Länder, darunter Thailand, sind besonders abhängig von Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten.
Viele asiatische Länder, darunter Thailand, sind besonders abhängig von Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten.
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Israelische Armee meldet ersten Raketenbeschuss aus dem Jemen seit Beginn des Irankrieges
Erstmals seit Beginn des Irankrieges hat der Jemen israelischen Angaben zufolge eine Rakete auf Israel abgefeuert. Wie die israelische Armee am Samstag mitteilte, wurde »der Abschuss einer Rakete aus dem Jemen in Richtung der israelischen Gebiete festgestellt«. Die Flugabwehr sei im Einsatz. Israelischen Medienberichten zufolge konnte die Rakete mutmaßlich abgefangen werden. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet.
Am Freitag hatte die Huthi-Miliz mit einem Eingreifen seiner KГ¤mpfer in den Irankrieg gedroht. Die von Iran unterstГјtzte Miliz ist wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen В»Achse des WiderstandsВ«. Deren erklГ¤rtes Ziel ist die Vernichtung Israels.В
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Iran kГ¶nnte laut Nouripour WГјrgegriff um gesamte Weltwirtschaft legen
Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten Irans noch längst nicht ausgeschöpft. »Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt«, sagte Nouripour der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. »Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt.«
Das Rote Meer und der sich südlich anschließende Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Indischen Ozean. Die aus dem Jemen agierende und mit Iran verbündete Huthi-Miliz attackierte dort bereits in der Vergangenheit immer wieder Handelsschiffe, weshalb diese nun von internationalen Streitkräften eskortiert werden. Die EU-Operation »Aspides« war bereits 2024 gestartet worden.
Nouripour erklГ¤rte weiter, die Machthaber in Iran hГ¤tten diesen Krieg seit Jahrzehnten vorbereitet. Die USA hingegen hГ¤tten weder zu Beginn einen Plan gehabt, noch wГјssten sie jetzt, wie sie da wieder herauskommen sollen. Nouripour erklГ¤rte zugleich, es gebe keine Anzeichen dafГјr, dass В»das Regime im Kern erschГјttert istВ«. Er sagte auch: В»Und vor allem hat das Regime zunehmend das GefГјhl, dass es den Krieg gewinnen kann.В«В
Omid Nouripour. Michael Kappeler / dpa
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Erneuter Angriff nahe dem AKW Buschehr
Zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Tage hat die Internationale AtomenergiebehГ¶rde (IAEA) im Zuge des Irankriegs einen Angriff nahe dem iranischen Atomkraftwerk Buschehr gemeldet. Es seien laut iranischen Angaben weder SchГ¤den am im Betrieb befindlichen Reaktor noch eine Freisetzung von Strahlung gemeldet worden, teilte die IAEA in Wien am spГ¤ten Abend auf der Plattform X mit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu hГ¶chster ZurГјckhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.В
Iran hatte bereits diese und vergangene Woche GeschosseinschlГ¤ge auf dem GelГ¤nde des Atomkraftwerks Buschehr gemeldet. SchГ¤den an der Anlage oder Verletzte gab es beide Male nicht. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer sГјdlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.В
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr. Foto: Abedin TaherkenarehВ / epaВ / dpa
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Mindestens ein Toter und vier Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel
Bei iranischen Raketenangriffen sind nach israelischen Angaben mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Ein 52-jähriger Mann sei in Tel Aviv seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom am Freitagabend mit. Zwei weitere Menschen in der Küstenstadt seien leicht verletzt worden. In der südisraelischen Stadt Kuseife seien ebenfalls zwei Menschen verletzt worden.
Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hГ¶ren. In Jericho im besetzten Westjordanland gab es Explosionen. Am Ort eines Raketeneinschlags in Tel Aviv waren zahlreiche RettungskrГ¤fte im Einsatz, eine HauptstraГџe wurde teilweise abgesperrt.В
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Trump kritisiert Merz fГјr Haltung im Irankrieg
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: »Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: ›Das ist nicht unser Krieg‹.« Trump schob nach, dass dann der Ukrainekrieg auch nicht der der USA sei.
Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als В»unangemessenВ« empfunden, dass von deutscher Seite geГ¤uГџert worden sei: В»Das ist nicht unser Krieg.В« Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Г„uГџerung der Spitze zu (В»the head of GermanyВ«). Der Satz stammt ursprГјnglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich unlГ¤ngst bei einem Besuch in Norwegen so geГ¤uГџert: В»Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.В«В
Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als В»unangemessenВ« empfunden, dass von deutscher Seite geГ¤uГџert worden sei: В»Das ist nicht unser Krieg.В« Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Г„uГџerung der Spitze zu (В»the head of GermanyВ«). Der Satz stammt ursprГјnglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich unlГ¤ngst bei einem Besuch in Norwegen so geГ¤uГџert: В»Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.В«В
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US-Zeitung berichtet von Verletzten nach iranischem Angriff in Saudi-Arabien
Zehn US-Einsatzkräfte sind nach einem Bericht des »Wall Street Journals« bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete.
Der LuftwaffenstГјtzpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-MilitГ¤r genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschГ¤digt. Der StГјtzpunkt war seit Beginn des Irankriegs immer wieder Ziel von Angriffen.В
Der LuftwaffenstГјtzpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-MilitГ¤r genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschГ¤digt. Der StГјtzpunkt war seit Beginn des Irankriegs immer wieder Ziel von Angriffen.В
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Witkoff hofft auf Gespräche mit Teheran »in dieser Woche«
US-UnterhГ¤ndler Steve Witkoff geht davon aus, dass Iran in der kommenden Woche zu GesprГ¤chen mit Washington Гјber eine Beendigung des Irankrieges bereit sein wird. В»Wir sind auf jeden Fall zuversichtlichВ«, dass es В»ein Treffen in dieser Woche geben wirdВ«, sagte Witkoff am Freitag auf einem Wirtschaftsforum in Miami. Die USA erwarteten nun eine Antwort Teherans auf einen vorgelegten Plan fГјr ein Ende des Krieges. В»Wir haben einen 15-Punkte-Plan auf dem Tisch. Wir erwarten, dass die Iraner darauf reagieren. Das kГ¶nnte alles lГ¶senВ«, erklГ¤rte Witkoff. Pakistan hatte zuvor bestГ¤tigt, einen 15-Punkte-Plan der US-Regierung im Rahmen von indirekten Verhandlungen mit Teheran unter UnterstГјtzung der TГјrkei, Г„gyptens und weiterer В»BruderstaatenВ« Гјbermittelt zu haben.В
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IAEA ruft zur Zurückhaltung auf – keine erhöhten Strahlungswerte nach Beschuss
Nach US-israelischen Angriffen auf einen Schwerwasserreaktor und eine Uran-Aufbereitungsanlage in Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Kriegsparteien im Nahen Osten erneut zur Zurückhaltung aufgefordert. »IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigt (seinen) Aufruf zur militärischen Zurückhaltung, um jegliches Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden«, teilte die Organisation auf X mit.
Weiter erklГ¤rte die IAEA, in der Uran-Aufbereitungsanlage Schahid Resajee Nedschad in Arkadan im Zentrum des Landes gebe es В»keinen Anstieg der Strahlungswerte auГџerhalb des GelГ¤ndesВ«.В
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Neue israelische Angriffswelle in Beirut
Die israelische Luftwaffe hat eigenen Angaben zufolge am späten Abend eine erneute Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Bereits wenige Stunden zuvor waren Angriffe gegen die proiranische Miliz geflogen worden. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir hatte am Abend bei einem Truppenbesuch im SГјdlibanon von В»bedeutenden PlГ¤nen zur Fortsetzung des EinsatzesВ« gesprochen. В»Wir befinden uns an einem historischen WendepunktВ«, sagte Zamir. Israel verfolge einen Plan, В»um die Sicherheitslage – von Teheran bis Beirut – grundlegend zu verГ¤ndern.В«В
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Musk soll an Telefonat zwischen Trump und Modi Гјber Iran teilgenommen haben
Die »New York Times« berichtet über eine mögliche Wiederannäherung zwischen US-Präsident Donald Trump und Elon Musk. Der Milliardär habe an einem Telefonat zwischen Trump und dem indischen Premierminister Narendra Modi teilgenommen, heißt es unter Berufung auf zwei Offizielle. Das Gespräch habe sich um den Irankrieg und insbesondere die Situation um die Straße von Hormus gedreht.
Warum Musk dabei gewesen sei und ob er auch gesprochen habe, ist dem Bericht zufolge unklar. Die Zeitung verweist jedoch darauf, dass aus den LГ¤ndern der Golfregion heraus erhebliche Investitionen in Musks Unternehmen getГ¤tigt worden seien. Auch sei Musk bestrebt, sich stГ¤rker in Indien einzubringen. Musk und Trump hatten sich im vergangenen Sommer eigentlich zerstritten.В
Warum Musk dabei gewesen sei und ob er auch gesprochen habe, ist dem Bericht zufolge unklar. Die Zeitung verweist jedoch darauf, dass aus den LГ¤ndern der Golfregion heraus erhebliche Investitionen in Musks Unternehmen getГ¤tigt worden seien. Auch sei Musk bestrebt, sich stГ¤rker in Indien einzubringen. Musk und Trump hatten sich im vergangenen Sommer eigentlich zerstritten.В
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Irans AuГџenminister will Israel В»hohen PreisВ« zahlen lassen
Abbas Araghchi hat die jГјngsten Angriffe auf Fabriken und Nuklearanlagen in Iran verurteilt. Sie verstieГџen gegen das verlГ¤ngerte Ultimatum des US-PrГ¤sidenten, schreibt der iranische AuГџenminister auf X.В
Donald Trump hatte am Donnerstag angekГјndigt, Iran bis zum 6. April Zeit zu geben, die StraГџe von Hormus vollstГ¤ndig zu Г¶ffnen. Solange wolle er keine Energieanlagen angreifen lassen. Die Angriffe stГјnden im В»WiderspruchВ« zu dieser Aussage, schreibt Araghchi. В»Iran wird Israel fГјr seine Verbrechen einen hohen Preis abverlangen.В«В
Donald Trump hatte am Donnerstag angekГјndigt, Iran bis zum 6. April Zeit zu geben, die StraГџe von Hormus vollstГ¤ndig zu Г¶ffnen. Solange wolle er keine Energieanlagen angreifen lassen. Die Angriffe stГјnden im В»WiderspruchВ« zu dieser Aussage, schreibt Araghchi. В»Iran wird Israel fГјr seine Verbrechen einen hohen Preis abverlangen.В«В
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Angeblicher Beschuss ziviler Ziele – iranische Medien berichten von mehr als 20 OpfernВ
Bei Angriffen auf Wohngebiete in Iran sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. In der Hauptstadt Teheran seien zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher.
In der kurdischen Provinz Kermanschah im Westen des Landes wurden dem GouverneursbГјro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Auch bei dem Angriff auf ein Stahlwerk in Isfahan wurde den Berichten zufolge ein Mensch getГ¶tet. Die Berichte lieГџen sich nicht unabhГ¤ngig ГјberprГјfen.В
In der kurdischen Provinz Kermanschah im Westen des Landes wurden dem GouverneursbГјro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Auch bei dem Angriff auf ein Stahlwerk in Isfahan wurde den Berichten zufolge ein Mensch getГ¶tet. Die Berichte lieГџen sich nicht unabhГ¤ngig ГјberprГјfen.В
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Liebe Leserinnen und Leser, hier halten wir Sie auch heute Гјber alle Entwicklungen im Irankrieg auf dem Laufenden. Die wichtigsten Ereignisse vom FreitagВ kГ¶nnen Sie hier nachlesen.В
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Rubio: Krieg endet in В»Wochen, nicht in MonatenВ«
US-Außenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Militäroperation seines Landes in naher Zukunft beendet sein werde. Die Vereinigten Staaten rechneten damit, dass die Operation in »Wochen, nicht in Monaten« abgeschlossen sein werde, sagte Rubio nach Ukrainegesprächen der G7-Außenminister in Paris.
Zudem gehe er davon aus, dass die US-Ziele ohne Bodentruppen zu erreichen seien. Allerdings wollte er diese Option nicht kategorisch ausschlieГџen, um В»maximale HandlungsfreiheitВ« zu behalten.В Ein mГ¶gliches iranisches GebГјhrensystem fГјr die Durchfahrt durch die StraГџe von Hormus sei fГјr die USA inakzeptabel, sagt er zudem.В
Zudem gehe er davon aus, dass die US-Ziele ohne Bodentruppen zu erreichen seien. Allerdings wollte er diese Option nicht kategorisch ausschlieГџen, um В»maximale HandlungsfreiheitВ« zu behalten.В Ein mГ¶gliches iranisches GebГјhrensystem fГјr die Durchfahrt durch die StraГџe von Hormus sei fГјr die USA inakzeptabel, sagt er zudem.В
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